Ringmauer 2018m udn Schulterkofel 2091m

~750 bis 1250 Höhenmeter (schwer, lang!)

03.4.2025

 

Die Anfahrt führt nach Tröpolach und von dort weiter hinauf Richtung Naßfeld. Bei der Talstation des Gartnerkofelliftes zweigt nach rechts (Westen) eine rund 2km lange Stichstraße nach Sonnleiten (1400m, Parkplatz) ab. Je nach Schneeverhältnissen findet man rund um die Hotels und Ferienhäuser mehr oder weniger Parkplätze.

 

Nun zu Fuß (zuerst auf dem geschobenen Forstweg) nach Südwesten, wobei nach wenigen Minuten ein markierter Weg links abzweigt. Auf diesem wandert man unter leichtem Höhenverlust in den Rudniggraben, bis man in etwa 1400m den Bach erreicht und diesen auch überquert. In weiterer Folge führt der Aufstiegsweg entlang der Piste, vorbei an der Rudnigalm (1622m), Richtung Süden auf den Rudnigsattel (1942m), wobei die letzten 50 Höhenmeter hinauf zum Sattel im freien Gelände zurückgelegt werden.
ACHTUNG: Am Naßfeld ist Pistenschitourengehen nicht erlaubt. Während der Saison muss man bis zum Rudnigsattel also mit Hilfe der Lifte kommen.

 

Vom Rudnigsattel fährt man jetzt nach Westen durch das Trogtal bis zu einer großen Verebnung (Casera di Aip, 1680m) ab.

 

Von der Casera di Aip heißt es zunächst in nordwestlicher Richtung zum Maldatscher Sattel (1796m) aufzusteigen. Von dort fährt man nach Westen bzw. Nordwesten Richtung Casera di Val Dolce ab. Kurz vor der Alm heißt es wieder auffellen.

 

Wer mag kann am Weg zur Casera di Val Dolce auch dem Monte di Val Dolce einen Besuch abstatten. Hierfür fährt man von der Casera di Aip noch wenige Höhenmeter nach Südwesten in den sogenannten Trog (~1660m) ab. Dort fellt man wieder auf und folgt dem Sommerweg für wenige Meter bis zu einem kleinen Sattel (~1680m). Hier wendet sich der Schitourengeher rechts (Nordwesten) und steigt nun durch lichten Wald und im weiterer Folge über freie Flächen in mehreren Stufen bis zum breiten Gipfelplateau des Monte di Val Dolce (1875m). Vom Gipfel kann man in nordwestlicher Richtung abfahren. Achtung! Nur bei guter Schneelage und für sichere Schifahrer geeignet. Es gibt einige Karstlöcher und auch steile Abbrüche. Die beste Linie folgt einer natürlichen Rampe abwärts bis zu einem kleinen Lärchenwald. Hier geht es steil hinab in nördlicher Richtung zum Bach. Nach der Bachquerung kann man steil zur Casera di Val Dolce aufsteigen. Sollte eine Bachquerung nicht möglich sein, muss man einen weiten Rechtsbogen gehen und gelangt so über den Fahrweg schließlich zur Alm.

 

Von der Alm weg leitet ein breiter Weg zunächst in westlicher und dann in nördlicher Richtung bis zu einer auffallenden Bachquerung. Hier verlässt der Schitourengeher den Weg und folgt wunderschönen leicht gestuften Hängen in nordwestlicher Richtung aufwärts bis zum Grenzkamm. Jetzt zieht man in die steile Südflanke der Ringmauer. Achtung, hier sind sichere Verhältnisse zwingend notwendig! Nach einer auffallenden Nase gelangt man in eine kleine Mulde. Durch diese geht es nach Norden hinauf zum breiten Gipfelkamm und auf diesem in westlicher Richtung zum höchsten Punkt.

 

Wer noch nicht genug hat, kann von der Ringmauer kurz nach Norden und dann nach Westen in einen Sattel (Schmugglerscharte, ~1950m)) abfahren. Von dort leiten wunderschöne Hänge rund 250 Höhenmeter in südwestlicher Richtung hinab. Nach dem Rückanstieg zum Sattel kann der motivierte Schitourengeher noch den Schulterkofel mitzunehmen. Von der Schmugglerscharte geht es nach Norden in einen weiteren Sattel (~1960m). Von dort quert man in die Ostflanke des Schulterkofels, zieht im Bereich einer markanten Rinne aber nach links (Westen) zum Kamm hinauf und folgt diesem in nördlicher Richtung bis zum höchsten Punkt (kleiner Steinmann, 2091m).

 

Jetzt folgt der weite Weg zurück.

 

Vom Schulterkofel fährt man nach Osten ab, hält sich tendenziell aber eher rechts Richtung Ringmauer. Nach einer langen Verebnung muss man kurz ein paar Meter hinauf bretteln und kann dann (je nach Schneelage) durch einen der zahlreichen Gräben Richtung Zanklhütte bzw. Scotti-Kappel (1631m) abfahren. Von dort führt ein Fahrweg zur Rattendorfer Alm (1531m).

 

Von der Ringmauer hat man je nach Schneelage viele Möglichkeiten um zur Rattendorfer Alm zu gelangen. Entweder man fährt im Firn steil nach Süden ab und quert dann nach links zur Rattendorfer Schneid. Von dort leiten schöne Hänge hinab zur Zanklhütte und zur Rattendorfer Alm. Liegt auf der Südseite kein Schnee mehr, schwingt man von der Ringmauer nach Norden hinab und trifft so auf die Abfahrtsroute vom Schulterkofel.

 

Auf der Rattendorfer Alm angelangt steuert man den großen Stall an und quert dann unter leichtem Höhenverlust hinab zum Sommerweg, welcher nach wenigen Metern in einen Forstweg mündet. Auf diesem fährt man nun bergab (einzelne kurze Gegensteigungen) bis zu einer Bachquerung. Hier heißt es abschnallen und wieder anfellen. Auf der anderen Bachseite wendet man sich nach rechts (Osten) und folgt dem Sommersteig rund 60 Höhenmeter hinauf zu einem Fahrweg. Am Forstweg wandert man nun in nördlicher bzw. nordöstlicher Richtung gemütlich höher, wobei der Fahrweg selbst in 1650m einen weiten Linksbogen macht. Diesen kann man rechter Hand (Osten) abkürzen, wodurch in rund 1700m eine markante Verbebnung erreicht wird. Jetzt wird ein letztes Mal abgefellt. Nach Osten fährt man zur Tröpolacher Alm ab, wo man auf die Talabfahrt nach Tröploach  bzw. die Piste zurück zur Talstation der Zweikofelbahn trifft.

 

Diese Tour startet zwar in einem Schigebiet, aber schon nach wenigen Minuten bewegt man sich in absoluter Einsamkeit. Besonders die Landschaft südlich des Trogkofels ist einfach beeindruckend und im Winter finden nur sehr wenige Schibergsteiger den Weg dorthin. Das wiederholte An- und Abfellen schreckt viele ab und auch die Distanz ist wahrlich nicht zu unterschätzen. Die endlose Schitourenweite südlich und südöstlich der Ringmauer ist aber unbeschreiblich. Sichere Lawinenverhältnisse sowie stabiles Wetter sind bei dieser langen Tour Grundvoraussetzung. Sichere Schitechnik und guter Orientierungssinn sind bei dieser Tour notwendig.

 

Die hier beschriebene Tour ist sehr lange. Idealerweise startet man einmal etwas kleiner und erklimmt den Monte di Val Dolce und geht von dort zurück ins Schigebiet. Wer die Gegend dann etwas besser kennt, kann sich auch langsam westwärts vortasten.

Aufstieg zum Monte di Val Dolce
Aufstieg zum Monte di Val Dolce
Blick zur Ringmauer (Gipfel gerade noch in Nebel)
Blick zur Ringmauer (Gipfel gerade noch in Nebel)
Abfahrtsroute vom Monte di Val Dolce. Zunächst knapp über den Felsen von links oben nach rechts unten, zum Schluss durch den steilen Lärchenwald.
Abfahrtsroute vom Monte di Val Dolce. Zunächst knapp über den Felsen von links oben nach rechts unten, zum Schluss durch den steilen Lärchenwald.
Bei der Casera di Val Dolce mit dem Monte Pizzul im Hintergrund
Bei der Casera di Val Dolce mit dem Monte Pizzul im Hintergrund
Traumhaftes Gelände am Weg zur Ringmauer (höchster Punkt)
Traumhaftes Gelände am Weg zur Ringmauer (höchster Punkt)
Auf der Rattendorfer Schneid der Blick zurück (rechts im Bild der Monte di Val Dolce)
Auf der Rattendorfer Schneid der Blick zurück (rechts im Bild der Monte di Val Dolce)
Auf der Ringmauer mit Blick zum Schulterkofel
Auf der Ringmauer mit Blick zum Schulterkofel
Wer Kraft und Zeit hat kann hier 300 Höhenmeter talwärts schwinigen
Wer Kraft und Zeit hat kann hier 300 Höhenmeter talwärts schwinigen
Aufstieg zum Schulterkofel (rechts der Hochwipfel)
Aufstieg zum Schulterkofel (rechts der Hochwipfel)
Am Gipfel des Schulterkofels, links von mir die Ringmauer
Am Gipfel des Schulterkofels, links von mir die Ringmauer
Der weite Weg zurück. Es gilt, die weiße Schulter (im Wald) am linken Bildrand zu erreichen (Tröpolacher Alm)
Der weite Weg zurück. Es gilt, die weiße Schulter (im Wald) am linken Bildrand zu erreichen (Tröpolacher Alm)
Die endlose Schitourenweite setzt sich im Westen fort
Die endlose Schitourenweite setzt sich im Westen fort
Abfahrt vom Schulterkofel nach Osten
Abfahrt vom Schulterkofel nach Osten

Vielen Dank an meine Ausrüstungssponsoren:

Perfektes Rundumtraining
Perfektes Rundumtraining