Ihr wolltet schon immer einmal mit ruhigem Gewissen auch bei nicht so schönem Wetter eine Wanderung oder Bergtour unternehmen?
Dann kommt mit mir mit.
Ich zeige euch, wie ihr Wolken richtig deutet, was man tut, wenn man doch ins Gewitter kommt und wie man mit einer vernünftigen Prognose erst gar nicht in so eine Situation kommt!
Im Sommer und im Herbst gibt es mehrere Möglichkeiten.
Hier auf meiner Homepage bleibt ihr immer up to date und erfährt, wo es die nächste Chance für ein Bergwetterseminar gibt.
Wenn man jahrelang an einem Thema arbeitet, dann freut man sich natürlich besonders, wenn die Arbeit auch Früchte trägt.
So hat mich am Ende des Winters der DAV kontaktiert, ob ich nicht für einen Videodreh zum Thema Bergwetter mit Schwerpunkt auf vermeiden von und verhalten bei Gewittern am Berg bzw. im Klettersteig mitwirken möchte.
Genau mein Ding :-)
Nach der ersten Vorbesprechung galt es nur mehr den perfekten Ort und den perfekten Zeitpunkt für den Dreh für "Die Entscheidung" zu finden.
Denn wir wollten weder die Gewitterwolken, noch unsere Entscheidungen irgendwie faken.
Gleich beim ersten blockierten Termin sollte das Wetter perfekt passen. Strahlender Sonnenschein am Vormittag, dann Quellwolken und am Nachmittag Gewitter. Genau unser gewünschtes Wetter.
Und was soll man sagen? Es war die perfekte Entscheidung. :-)
Im Mai geht es traditioneller Weise für einen Tag ins Lesachtal um dort die angehenden Bergwanderführerinnen und Bergwanderführer zum Thema Bergwetter auszubilden.
Wenn ich schon so weit fahre, möchte ich auch immer eine Tour machen. Mit öffentlicher Anreise ist das im Lesachtal aber gar nicht so leicht. Und die naheliegendsten Ziele habe ich in den letzten Jahren schon angesteuert.
Aufgrund der geringen Schneelage ging es heuer für Mai relativ hoch hinauf. Ziel war der Sonnstein oberhalb von Frohn. Mit dem Bus ging es bis St. Lorenzen und von dort zu Fuß hinüber nach Frohn und hinauf auf diesen wunderschönen und einsamen Gipfel.
Der Rückweg führte mich von Frohn ins benachbarte Obergailer Tal zum Hotel Wanderniki, wo auch die Ausbildung der Bergwanderführer stattfindet. Der Sonnstein hat mich durch seine Einsamkeit und die wunderschöne Aussicht wirklich begeistert. Fazit: Empfehlenswert!
18.5.2026 Aloisisteig (Dobratsch)
Der Aloisisteig ist wohl einer der seltener begangenen Wege auf den Dobratsch. Das hat seine Gründe, denn von den vorhandenen Steigen ist er wohl der schwierigste. Aber meiner Meinung nach gleichzeitig auch der schönste.
Der herrliche Föhrenwald, die wunderbaren Aus- und Tiefblicke sowie die Einsamkeit machen diese Route aus.
Einer der Wetterbeobachter vom Dobratsch hat als Abschluss seiner knapp 33 Dienstjahre seine Kollegen der Geosphere Austria zu einer Abschlusswanderung auf den Berg eingeladen. Und er hat sich dafür diesen Weg ausgesucht.
Wieder einmal war ich beeindruckt von der gewaltigen Dobratsch- Südwand. Wenn man unten steht ist es kaum vorstellbar, dass man diese Wand ohne technishe HIlfsmittel durchsteigen kann. Der Aloisisteig nutzt aber die natürlichen Gegebenheiten geschickt aus und führt den Wanderer durch eine ursprüngliche Berglandschaft auf die Rosstratte hinauf, wo man wieder auf den klassischen "Dobratschtrubel" trifft.
16.5.2026 Fortbildung Kärntner Bergwanderführer am Dobratsch
Kommt man am Samstagvormittag mit dem Auto auf die Rosstratte? Diese Frage habe ich mir nach dem ersten Schneefall am Dienstagabend mehrmals gestellt. Am Freitagmorgen war ich mir beim Blick auf die Webcam bei der Rosstratte nicht mehr so sicher. Rund 30cm Schnee lagen am Parkplatz.
Aber, siehe da, nur 2 Stunden später war die Straße geräumt. Also gab es auch für den Samstag keine Zweifel mehr. Unsere Fortbildung würde wie geplant stattfinden können.
Nach einem "theoretischen" Start in der Aichingerhütte ging es hinaus in die Natur. Denn neben dem Bergwetter standen auch die alpinen Gefahren bei dieser Fortbildung im Fokus. Sowohl beim Wetter als auch den alpinen Gefahren gab es an diesem Tag genug zu besprechen und zu beobachten.
Danke den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für den spannenden Tag!
Selten waren die Eisheiligen in den letzten Jahren so pünktlich und so stark ausgeprägt wie heuer! Verbreiteter Morgenfrost und Schneeregen bzw. Schneefall bis in viele Täler herab gab es Mitte Mai 2026..
Bevor auf den Bergen der ganze große Schnee kam, habe ich einen freien Tag für eine Wanderung auf den Schwarzkogel hoch über dem Faaker See genutzt.
Der frische Schnee glitzerte im strahlenden Sonnenschein.
Der Aufstieg von der Baumgartnerhöhe über die Mitzl-Moitzl Hütte war ein einziger Genuss. Die Kombination aus dem frischen Grün der Bäume mit dem Neuschnee war einfach herrlich. Am Gipfel dann die wunderschöne Aussicht hinüber zu den Julischen Alpen und auf der anderen Seite hinab zum Faaker See. Ich liebe einfach diese Kontraste.
Die Tour bot auch eine wunderbare Gelegenheit meine neuen Bergschuhe von Garmont einmal zu testen. Teils nasser Neuschnee und rutschiger Boden stellten die perfekten Rahmenbedingungen dar.
Fazit: Test bestanden ;-)
8.-10.5.2026 Bergwetter erleben - Sausteige (Salzburg)
Was wünscht man sich für ein Bergwetterseminar, wo es um Wettervorhersage, Wolkenlesen und vieles mehr geht?
Richtig: Abwechselungsreiches Wetter.
Und besser hätte das Wetter beim von ExpeditionXplore organisierten Wochenende auf der Selbstversorgerhütte der Naturfreunde auf der Gadenstättalm hoch über Maishofen in Salzburg nicht sein können.
Schon beim Abmarsch in Maishofen zeigten sich Quellwolken, welche wir beim Aufstieg zur Hütte ständig beobachten konnten.
Am zweiten Tag hatten wir dann alles. Vom Sonnenschein bis zum Gewitter in der Ferne. Perfekt zum Beobachten, perfekt zum Lernen.
Der dritte Tag brachte mit Föhnwetter schließlich nochmals einen herrlichen Kontrast. Herz was willst du mehr.
Danke an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie der Organisatorin.
Es war echt gewaltig und hat richtig viel Spaß gemacht.
25.4.2026 Valentingletscherlauf
Der Valentingletscherlauf in den Karnischen Alpen ist für viele der traditionelle Schitourenabschluss. Die Schneearmut des heurigen Winters machte sich schon bei der Anfahrt ins Gailtal eindrucksvoll "bemerkbar". Lachen einem sonst schon die weißen Nordkare der Karnischen Alpen von Weitem entgegen, so überwog heuer eher ein Fleckerlteppich, wie er sich normalerweise einen Monat später zeigt. Dazu kam für die Veranstalter erschwerend hinzu, dass wenige Stunden vor dem Lauf im Lesachtal ein großer Waldbrand ausgebrochen war.
Trotzdem fanden mehr als 300 Schitourenbegeisterte ihren weg ins Valentintal und wurden mit herrlichem Wetter belohnt. Der Wind war den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gnädig und wehte den Rauch aus dem Lesachtal weg und so konnte die Veranstaltung problemlos über die Bühne gehen.
Bei der abschließenden Tombola durfte ich zusammen mit dem Bierhotel Loncium in Mauthen einen der Hauptpreise sponsorn.
Eine Teilnahme am Wetterseminar im Oktober :-)
Gletschermessung im Eiskar 2025 - Auswertung
"Alarmierende Beschleunigung - Globlae Gletscherschmelze schreitet weiter voran", liest man am 20.4.2026 bei der Geosphere Austria.
Auch vor dem südlichsten Gletscher Österreichs macht die beschleunigte Gletscherschmelze nicht halt. Das Gletscherhaushaltsjahr 2024/25 zählte zu einem der negativsten der letzten Jahrzehnte. Wenig Winterschnee und ein sehr warmer Sommer haben nicht nur alle Rücklagen des Vorjahres abschmelzen lassen. Nein, über den gesamten Gletscher gesehen sind auch rund 1,5 m an Eis abgeschmolzen.
Dem nicht genug ist auch die Gletscherzunge endgültig abgerissen.
Damit hat sich die Fläche des Gletschers um rund 20% verringert.
Der Winter 2025/26 lässt mit seinen geringen Schneemengen für das Haushaltsjahr 2025/26 ein katastrophal schlechtes Jahr befürchten. Die "Winterbegehung" in knapp über einem Monat wird dann erste Rückschlüsse zulassen, wie schlimm es heuer wirklich wird.
Nach den rassigen Touren der letzten Zeit (Trogkofelturmscharte und Huda Paliza) ging es dieses Mal deutlich gemütlicher zur Sache.
Unser Ziel war heute wieder einmal der Falkert. Der starke Wind der letzten Tage hat ganze Arbeit geleistet. Vom Neuschnee war kaum was übrig, aber das war auch so zu erwarten gewesen.
Um dem kalten Nordwind zu entkommen stiegen wir über das Sonntagstal in die Falkertscharte auf, von wo uns der starke Wind rasch vertrieb. Um in den Windschatten zu gelangen fuhren wir in einer
breiten Mulde nach Norden zur Hundsfeldhütte ab. Danach folgte der Rückanstieg nach Osten zur Hundsfeldscharte und von dort hinauf zum Falkert. Knapp südlich vom Gipfel fanden wir ein windstilles
Plätzchen, wo wir das herrliche Wetter und die traumhafte Aussicht einfach genießen konnten. Die Abfahrt zurück zum Ausgangspunkt erfolgt über die Hundsfeldscharte und über die Piste.
Der Schnee war im Gelände windgepresst oder harschig. Die vom Wind glattgebügelten Flächen waren gut zu fahren, viel Schnee liegt in den Nockbergen jedoch nicht mehr.
24.3.2026 Huda Paliza - Terrarossa
Fast auf den Tag genau vor 20 Jahren war ich zum ersten Mal mit den Schiern in der Huda Paliza unterwegs. Damals war diese Tour mehr oder weniger unbekannt. Nur spärlich waren Informationen zu finden. Irgendwer kennt irgendwen, der irgendwann einmal oben war. Dementsprechend waren wir im März 2006 an einem strahlend sonnigen Sonntag alleine in der Rinne.
20 Jahre später ist die Huda Paliza kein Geheimtipp mehr. Vom Hochwinter bis ins Frühjahr hinaus wird die Mutter aller Rinnentouren in den Julischen Alpen häufig begangen.
Außer uns waren heute "nur" 7 Personen unterwegs. Die Verhältnisse waren wechselnd und fordernd. In der Zustiegsschlucht liegt schon recht wenig Schnee. Weiter oben ist die Schneelage gut und für die Abfahrt fanden wir in den Seitenbereichen auch teilweise noch sehr schönen Pulver. Die Abfahrt war heute noch durchgehend vom Gipfel bis in die Saisera möglich.
Fazit: Hin und wieder muss man Touren einfach wiederholen :-)
21.3.2026 Trogkofelturmscharte
Manchmal gibt es so Zufälle.
Letztens rief mich ein Bekannter an und bat mich um eine Wetterauskunft. Er plante eine Führungstour in den Karnischen Alpen und benötigte aufgrund der etwas unsicheren Prognose ein wirklich gute Wetterinformation ;-)
Im Gespräch erzählte er mir, dass er gerade erst bei guten Verhältnissen in der Trogkofelturmscharte gewesen war.
Nachdem wir am nächsten Tag sowieso am Naßfeld unterwegs gewesen wären, änderten wir spontan unseren Plan und statteten der Trogkofelturmscharte einen Besuch ab.
Mit Liftunterstützung ging es bis auf die Troghöhe und von dort über den Großen Sattel unter die Nordwände des Trogkofels. Der Aufstieg in die Scharte war dann ein alpines Highlight und die Abfahrt ein absoluter Genuss. Im Schatten gab es noch gut zu fahrenden gepressten Pulver, auf der Ostseite des Großen Sattels fanden wir dann teils herrlichen Firn.
Herz was willst du mehr.
Danke Bruder, dass wir zusammen immer wieder so coole Touren machen!
11.3.2026 Falkertköpfl und Steinnock
Im Frühjahr ist eine gute Tourenplanung extrem wichtig. Wo findet man noch Pulver? Wie lange zeigt sich die Sonne und wann firnt es in welcher Hangexposition auf und war es in der Nacht überhaupt klar und kalt genug, sodass sich auch ein tragfähiger Harschdeckel ausbilden konnte.
Das heißt, die Wetterprognose ist im Frühjahr meiner Meinung nach fast noch wichtiger als im Hochwinter. Dementsprechend entscheidend ist es, eine gute Prognose einzuholen bzw. das Wetter genau zu beobachten.
Für den heutigen Tag habe ich mich für die Berge rund um den Falkert entschieden. Denn dort hat man in praktisch jeder Exposition und in allen denkbaren Hangneigungen Tourenmöglichkeiten.
Nach einem Aufstieg zum Falkertköpfl fuhren wir im gepressten Pulver sowie weiter unten im Firn nach Norden zur Kaplinalm ab. Nach einem kurzen Zwischenanstieg und einer Pulverabfahrt stiegen wir zum Steinnock auf und fuhren von dort im gepressten Pulver nach Norden ab. Über die Ochsenalm und die Kaplingalm ging es über den Fadenberg zurück zum Ausgangspunkt.
Was für ein gewaltiger Schitourentag mit Pulver und Firn!
Nach den ereignisreichen Schitouren der letzten Tage ging ich es dieses Mal etwas ruhiger an.
Mit dem Naturparkbus ging es von Villach hinauf auf die Roßtratte.
Mein Ziel war der Dobratsch, wobei ich dieses Mal den Genuss mit der Arbeit verbinden konnte. Denn bei der Wetterstation knapp unter dem Gipfel soll eine automatische Schneehöhenmessung installiert werden und ich habe die ehrenvolle Aufgabe den "besten" Standort dafür zu finden.
Zusammen mit einem der beiden Wetterbeobachter führte ich mit der Lawinensonde Schneehöhenmessungen durch um eine möglichst repräsentative Stelle für die automatische Messung zu finden.
Nächsten Winter werden wir dann hoffentlich sehen, ob wir den richtigen Platz ausgesucht haben.
Nach der Arbeit folgte dann das Vergnügen. Bei besten Bedingungen ging es über die ehemalige Schipiste bis hinunter nach Heiligengeist. Am 5. März 2026 kam man mit den Schiern bis etwa 100m vor den Parkplatz.
Die Rückfahrt ins Tal erfolgt mit dem Linienbus.
4.3.2026 Hochtristen Umrundung
Hast du morgen Zeit für eine Tour, kommt die Frage eines Freundes.
Natürlich habe ich Zeit :-)
Wir entscheiden uns für eine "gemütliche" Genussschitour in der südlichen Kreuzeckgruppe und nehmen gleich noch einen Freund mit.
Von der Emberger Alm geht es zunächst mit Liftunterstützung bis knapp unter den Naßfeldriegel, welchen wir dann natürlich auch mitnehmen.
Bei der ersten nordseitigen Abfahrt gleich die erste Überraschung: Pulver!
Dann heißt es beim Aufstieg hinauf zum Zweisee in strahlendem Sonnenschein schwitzen. Der Weiterweg zum Zweiseetörl ist einfach traumhaft schön und dank Quellbewölkung auch nicht mehr so warm.
Die Abfahrt vom Törl nach Westen bringt nochmals einige schöne Pulverschwünge, ehe es wieder anfellen heißt.
Zurück am Rottörl queren wir hinab zum Naßfeldtörl und von dort zurück zur Emberger Alm. Eigentlich war die Tour ja als Firntour geplant, aber wenn man Pulver findet, dann nehmen wir den auch.
Fazit: Toller Bergtag mit Freunden :-)
Tag drei und damit auch Abschluss des Schitourenwochenendes.
Nach der gewaltigen Schitour zur Forcella Sagherza am Vortag sollte es für den letzten Tag wieder etwas gemütlicher zugehen.
Also entschieden wir uns für einen der Firnklassiker der Julischen Alpen schlechthin: die Mojstrovka.
Wir wollten aber den Massen vom Vrsic Pass etwas entgehen und deshalb wählten wir den Aufstieg (und dann auch die Abfahrt) von Süden. Dazu fährt man idealerweise vom Pass rund 150 Höhenmeter nach Süden ab, quert dann im Wald auf einem Steig der Höhe entlang nach Südwesten und erreicht so eine weite Karmulde, durch welche man aufsteigt.
Und ja, dort waren wir alleine unterwegs, während auf der Normalroute zahlreiche Schitourengeher und auch Stapfer zu sehen waren.
Die Abfahrt um 10h war ein reiner Firngenuss. Es heißt also früh starten.
Fazit vom Wochenende: Fantastisch! Alles dabei!
Das Schitourenwochenende geht in seinen zweiten Tag.
Vorab haben wir viel Zeit investiert um Touren zu planen, Verhältnisse zu checken und Zufahrtsmöglichkeiten auszukundschaften.
Denn die aktuelle Schneelage erfordert einfach eine gewissenhafte Planung. Unser Plan war es im slowenischen Teil der Julischen Alpen von der Region Bovec aus eine Schitour zu machen.
Unser Ziel fiel auf die Forcella Sargherza, zwischen Mangart und Veunza.
Das Koritnicatal liegt lange im Schatten, was für die Abfahrt im Frühling wichtig ist und wir konnte auf 700m Seehöhe starten.
Oben weiter tauchten wir ein in eine spektakuläre hochalpine Landschaft ein, welche uns einerseits schi- und alpintechnisch forderte, andererseits aber auch mit herrlichen Firnhängen belohnte.
Bei der Abfahrt zahlte sich der frühe Start und die gute Planung (Schatten) aus. Ein perfekter zweiter Tourentag!
27.2.2026 Roßkofel- Creta di Rio Secco- Zottachkopf
Wie jedes Jahr war ich auch heuer wieder mit meinem Bruder und Freunden Ende Feber bzw. Anfang März zu einem Schitourenwochenende unterwegs.
Heuer blieben wir aufgrund eingeschränkter zeitlicher Möglichkeiten in den südlichen Kalkalpen.
Den Start machte eine wunderschöne Umrundung des Trogkofels.
Da wir erst spät starten konnten, nutzten wir die Seilbahnen vom Schigebiet Naßfeld um bis auf den Rudnigsattel zu gelangen. Nach einem Aufstieg auf den Rosskofel fuhren wir im Firn nach Süden ab um dann zur Creta di Rio Secco aufzusteigen. Von dort ging es in westlicher Richtung hinab zur Casera di Aip und über den Maldatscher Sattel hinauf zum Zottachkopf. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit ließen wir den Gipfel links liegen und fuhren durch die steile pulvrige Rinne nach Norden ab. Zurück ins Schigebiet ging es über die Tröpolacher Alm.
Was für ein Start ins Schitourenwochenende!
20.- 22.2.2026 Wetter- und Lawinenkurs - Tag 3
Der Wetter- und Lawinenkurs ist in Österreich einzigartig. Denn nirgendwo sonst geben einerseits ein Meteorologe und andererseits ein erfahrener Bergführer ihr Wissen an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer weiter.
Nachdem wir am Vortag auf der Blutigen Alm viel geübt hatten und die Auslösung eines Schneebrettes fast live mitverfolgen konnten, ging es am letzten Tag auf die andere Seite. Rund um den Grünleitennock wurde wieder weiter geübt. Neuerlich galt es einen "Verschütteten" in knapp über 1m tief zu finden und zu lokalisieren. Auch ein Blick in die Schneedecke samt Belastungstest durfte nicht fehlen.
Zum Drüberstreuen gab es noch Schitechnik (Aufstieg und Abfahrt).
Beim Wetter war ebenfalls wieder alles mit dabei. Vom Sonnenschein über die diffuse Sicht bis hin zum Schneefall. Herz, was willst du mehr?
Den Abschluss bildete ein Einkehrschwung in der Jauchza! Hütte.
Danke den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für den tollen Kurs!
20.- 22.2.2026 Wetter- und Lawinenkurs - Tag 2
Nach dem Theorienachmittag ging es am Samstag endlich raus.
Bedingt durch den Neuschnee konnten wir gleich direkt beim Zirbenhof in der Innerkrems unsere Schier anschnallen.
Unser Ziel für den zweiten Tag:
Üben, üben und üben!
Wie funktioniert der richtige Umgang mit dem Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS) und wie sondiert man richtig?
Ganz wichtig sind dabei die wirklich praktischen Übungen. Dazu wird z.B. ein Rucksack mit einem LVS über 1m tief im Schnee vergraben. Bei der zweiten Station simulieren wir eine Tiefenverschüttung, wo man beim Sondieren von der Seite "zuschauen" kann.
Abgerundet wird der Tag mit einem Blick in die Schneedecke und etwas Kartenkunde und bei der Abfahrt kommt auch noch die Schitechnik dran.
Vom Wetter her war alles dabei: Sonnenschein bis Schneefall. Perfekt!
20.- 22.2.2026 Wetter- und Lawinenkurs - Tag 1
Bevor die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Zirbenhof in der Innerkrems ankamen, ging es für mich zu einer Erkundungstour hinauf zur Jauchza! Hütte und zum Grünleitennock.
Die aktuellen Verhältnisse wollen ja getestet werden.
Zurück im Tal waren schon die ersten Teilnehmer vor Ort und pünktlich um 13 Uhr starteten wir unseren Kurs.
Im Gegensatz zu den letzten Jahren stand der erste Tag heuer ganz im Zeichen der Theorie.
Denn am Samstag war beim Zirbenhof ein großes Charity- Event der Bergrettung Kärnten geplant, da war an Theorie nicht zu denken.
Also hieß es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gleich zu Kursbeginn einmal gut aufpassen.
Mit spannenden Themen, viel Schwung und guter Laune verging der Nachmittag aber wie im Flug und das Gehörte sollte in den kommenden beiden Tagen ja in der Praxis geübt und wiederholt werden.
20.2.2026 Jauchza! Hütte und Grünleitennock
Der Wetter- und Lawinenkurs in der Innerkrems steht vor der Türe. Und wie auch schon in den leztzten Jahren habe ich mich auch heuer schon etwas früher auf den Weg in die Innerkrems gemacht um die Schnee- und Lawinenlage vor Ort genauer unter die Lupe zu nehmen.
Gerade rechtzeitig vor Kursbeginn kam dann auch in der Innerkrems der ersehnte Neuschnee. Die Landschaft hinauf zur Jauchza! Hütte präsentierte sich dadurch tief winterlich.
Der Wind am Grünleitennock störte zwar ein wenig, schuf aber für den Kurs perfekte Anschauungsbedingungen.
Der Grünleitennock hat mir auch heuer wieder sein wunderschönes Panorama vorenthalten, aber irgendwann wird es schon passen :-)
Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit ließen wir die Jauchza! Hütte dieses Mal links liegen.
Zurück im Tal trafen wir gerade rechtzeitig mit den ersten Kursteilnehmern beim Zirbenhof ein. Perfektes Timing.
Der Kurs kann beginnen :-)
16.2.2026 Dobratsch - Zehner - öffentliche Anreise
Der Hausberg geht immer, oder fast immer ;-)
Warum ich heuer so oft am Dobratsch unterwegs bin?
Ganz einfach: Ich kann ihn von zu Hause aus mit den Öffis super erreichen.
Zur nächsten Bushaltestelle des städtischen Busses sind es nur wenige Gehminuten. Dann heißt es in der Stadt einmal umsteigen und schon sitzt man im Bus hinauf nach Heiligengeist.
Dort angekommen kann man aktuell direkt neben der Bushaltestelle die Schier anschnallen und losgehen.
Besser geht's nicht!
Wobei, ich war recht früh unterwegs und ein Mitarbeiter der Stadt Villach war gerade dabei die Schitourenroute frisch zu präparieren.
So hatte ich nach dem Aufstieg das Vergnügen auf einer traumhaften Naturschneepiste talwärts zu schwingen. Was für ein Genuss!
Die Rückfahrt mit dem Bus gestaltete sich wieder unproblematisch. In weniger als 40 Minuten war ich von Heiligengeit zu Hause.
Fazit: Nachahmung empfohlen!
13.2.2026 Krone, Garnitzenberg und Auernig
So ein Schipass hat schon seine Vorteile. Während die Kinder am Naßfeld schifahren, nutze ich die Zeit und besagten Schipass um ein paar Gipfel rund um das Schigebiet abzuklappern.
Eigentlich wollte ich ja "nur" auf den Gartnerkofel gehen. Dann hat mich aber von der Bergstation der La Perla Sesselbahn die Krone angelacht.
Also ging es im Gelände hinab zum Garnitzensattel und hinauf auf die Krone.
Vom Gipfel zog es mich dann magisch über die sanft kuppierten Hänge nach Osten hinab. Nach rund 150 Höhenmeter fellte ich wieder auf und stattete dem Gipfel einen zweiten Besuch ab.
Zurück im Schigebiet stieg von Norden her auf den Garnitzenberg auf und fuhr nach Südwesten bis zu einer herrlichen Verebnung in rund 1700m ab.
Als nächstes war der Auernig dran. Auch von dessen Gipfel fuhr ich wieder rund 150 Höhenmeter zur Verebnung in 1700m ab.
Zum Abschluss erklomm ich noch über den Auernigsattel den Westgipfel des Garnitzenbergs. Von dort ging es dann zurück ins Schigebiet.
1 Tag, 4 Gipfel, 900 Höhenmeter, Herz was willst du mehr?
Wetter- und Lawinenkurs - Anmeldungen absofort möglich
Der Winter 2025/26 rückt immer näher. Auf den Bergen ist schon der erste Schnee gefallen.
Zeit die Schier herzurichten und das Lawinenequiment zu überprüfen.
Denn eine gute funktionierende Ausrüstung ist die Basis für eine erfolgreiche Schitour. Die ganze Sicherheitsausrüstung ist aber wertlos, wenn man sie nicht anwenden kann.
Aus diesem Grund veranstalte ich auch im kommenden Winter zusammen mit dem Bergführer Rudi Preimel zwei Wetter- und Lawinenkurse.
Der erste findet gleich nach Neujahr vom 3.- 5.1.2026 statt.
Im Feber gibt es dann vom 20. bis zum 22.2.2026 den zweiten Kurs.
Die Inhalte umfassen nicht nur umfangreiche Infos zum Winterwetter und Lawinenkunde sondern ganz besonders auch den Umgang mit der Notfallausrüstung.
Meldet euch jetzt hier an: Anmeldung.
Alle Infos zu den Kursen gibt es hier: Wetter- und Lawinenkurs
Endlich, am Berg kündigt sich ein traumhaft schöner Tag an. Das wollen wir natürlich für eine Schitour nutzen.
Die aktuelle Lawinensituation mahnt aber weiterhin zu defensivem Verhalten. Die Schneelage ist grundsätzlich gerade in den Karnischen Alpen gut, unterhalb von rund 1700m hat der Schnee aber schon einen schönen "Stich".
Also entscheiden wir uns für eine landschaftliche Genusstour.
Unser Ziel: Eine Umrundung des Trogkofels.
Und wieder einmal werde ich von der Trogkofelsüdseite nicht enttäuscht. Die landschaftliche Schönheit dieser Region lässt mich einfach nur staunen.
Der Neuschnee pickt noch in den steilen Flanken der umliegenden Berge. Die sanften Hänge hinauf zur Rattendorfer Schneid strahlen in frischem Weiß.
Nur die Spurarbeit ist teils recht anstrengend, denn von Pulver bis Bruchharsch ist alles mit dabei.
Lohnend ist diese Tour besonders dann, wenn man die Nassfeld- Bergbahnen als Aufstiegshilfe bis zum Rudnigsattel nutzt.
Fazit zum Tag: Alles richtig gemacht :-)
Die Tourenplanung ist im Moment nicht so einfach. Steile Touren sowie steiles Gelände gilt es im Moment aufgrund des ungünstigen Schneedeckenaufbaus zu meiden.
Sonnseitig liegt in den tieferen Lagen zu wenig Schnee.
Dann kommt auch noch das Wetter mit dem Hochnebel dazu.
Und auch die Anfahrt sollte nicht zu weit sein.
Dieses Mal entschlossen wir uns für eine Tour auf den Wöllaner Nock mit Ausgangspunkt Feldpannalm. Die Straße hinauf (€ 6 Maut in Münzen) ist geräumt und mit guten Winterreifen auch ohne Ketten machbar (Stand 2.2.).
Die Schneelage auf dem Wöllaner Nock ist wie überall. Schattseitig ist der Schnee knietief und ungebunden. Oben drauf liegt eine Reifschicht.
Keine gute Kombination fü den bevorstehenden Niederschlag.
Die Lawinensituation wird sich sicher wieder verschärfen.
Bei kluger Spurwahl bleibt der Wöllaner Nock aber auch nach den nächsten Schneefällen ein lohnendes Ziel.
Auf Sonne am Gipfel wird man aber wohl noch ein paar Tage warten müssen.
Die Eckwand geht immer. Also fast immer! Auch letztes Jahr war die Latschurgruppe vom Seetal (Goldeck) ein Garant für lohnende Schitouren. Heuer ziert sich der Winter wieder ähnlich. Aber jetzt hat es zumindest einmal 20 bis 30cm geschneit.
Also ziehen wir wieder einmal los Richtung Eckwand. Zunächst steigen wir vom Seetal auf den 2054m hohen Gupf südwestlich vom Goldeck. Von dort geht es in feinstem Pulver am Rücken nach Westen hinab. Sobald die Exposition auf Süd dreht wird die Unterlage knapp. Mit etwas Spürsinn und Gefühl schafft man es aber ganz gut in den Gusengraben.
Dort herrscht tiefster Winter. Der Aufstieg Richtung Eckwand ist problemlos. Die Steilstufe in rund 1750 Seehöhe könnte unter den teils 50cm Lockerschnee etwas mehr Unterlage gebrauchen. Aber es geht auch bei der Abfahrt.
Oben entschließen wir uns dann für den Kopasnock, die Eckwandsüdflanke ist teils ausgeblasen. In der Nordflanke vom Kopasnock finden wir Pulver :-)
Die Abfahrt ist bis 1600m hinab ein Genuss. Dann folgt der lange Rückweg ins Seetal. Aber was tut man nicht alles für eine schöne Schitour?
26.1.2026 Rattendorder- Riegel- Alm
Endlich! In Kärnten hat es zumindest teilweise ergiebig geschneit.
Im Oberen Gailtal waren es selbst auf 600m Seehöhe rund 25cm.
Genug um eine Schitour vom Tal aus zu starten.
Am Berg sind es rund 35cm und hier heißt es defensiv sein. Denn bei jedem Schritt im Gelände hört man Setzungsgeräusche. Der Neuschnee hat eine sehr schlechte Bindung zur Altschneedecke. In steileren Hängen reicht schon die Zusatzbelastung eines einzelnen Schitourengehers um ein Schneebrett auszulösen.
Wir beenden unsere Tour auf einer Kuppe knapp über 1800m Seehöhe. Weiter oben hat der Wind ganze Arbeit geleistet. Die Schneelage ist bescheiden und die Lawinengefahr angespannt.
Also fellen wir ab und schwingen ins Tal.
Heute war es in schattiger Exposition noch pulvrig, sonnseitig war es zu Mittag schon patzig. Der Neuschnee ist relativ kompakt und damit nicht ganz leicht zu fahren. Der Forstweg geht gut zu fahren (unten Rodelbahn), Steinkontakt gibt es nur ein einziges Mal in rund 1100m (dichter Wald).
Schitourengeher haben es im Moment in Kärnten nicht leicht.
Am Berg liegt wenig Schnee, die sonnseitigen Hänge sind überhaupt weit hinauf aper.
Im Tal ist es zwar weiß, aber der Schnee hat keine Substanz.
Viele Möglichkeiten hat man aktuell also nicht.
Aber der Dobratsch geht fast immer. So auch heuer.
Dieses Mal entschließen wir uns zu einer öffentlichen Anreise. Gerade der Dobratsch bietet sich dafür perfekt an. Denn einerseits gibt es den Naturparkbus (Achtung nicht täglich) und andererseits fährt der Bus unter der Woche im Stundentakt (am Wochenende alle 2 Stunden) von Villach nach Heiligengeist. Bei der Bushaltestelle kann man dann schon seine Schier anschnallen und auch wieder bis hierher abfahren. Perfekt.
Die Schneeunterlage von Heiligengeist weg ist nicht üppig, aber es geht. Spätestens ab 1250m muss man schließlich auch keine Angst mehr vor Steinkontakt haben.
Fazit: Eine Schitour auf den Zehner mit Öffi-Anreise kann einfach was!
26.12.2025 Dobratsch- Alpengarten- Zehner
Ein wenig Sonne tanken, wäre wieder einmal fein.
Eine Schitour machen, wäre wieder einmal fein.
Das Auto zu Hause stehen lassen, wäre wieder einmal fein.
Was macht man in so einem Fall?
Richtig man fährt auf den Dobratsch und zwar mit dem Naturparkbus.
Ich steige beim Alpengarten aus und wandere durch eine herrliche Winterlandschaft bis auf den Zehner. Oben ist es kühl und etwas windig aber sonnig :-)
Eigentlich wollte ich ja auch wieder mit dem Bus runter fahren, entscheide mich aber um, um die Verhältnisse zu testen und fahre mit den Schiern bis Heiligengeist ab. Bis etwa 1200m geht es ganz gut, darunter muss man aufpassen, denn hin und wieder warten ein paar Steine unter der knappen Schneeauflage. Mit etwas Vorsicht und eventuell Stanaschiern geht es aber.
Fazit:
Der Dobratsch ist mittlerweile auch im WInter super als Öffi-Tour geeignet.
Aufstieg und Abfahrt von/ nach Heiligengeist möglich (ev. mit Stanaschi).
Frohe Weihnachten 2026
Das Jahr 2025 neigt sich langsam seinem Ende zu. Die letzten Wochen waren bei mir bergtechnisch etwas ruhiger.
Für Schitouren abseits der Pisten reichte die Schneelage nicht, Wanderungen gingen sich bei mir aber auch nicht aus.
Macht nichts. Man muss ja nicht immer auf den Berg gehen.
Jetzt ist sowieso einmal Zeit für etwas Ruhe, für die Familie.
Ich wünschen allen Leserinnen und Lersern meiner Seite ein besinnliches Weihnachtsfest.
Mögen eure Wünsche in Erfüllung gehen :-)
Alles Liebe Gerhard
Nach dem gelungenen Schitourenstart vor einer Woche nutze ich den heutigen Tag um dem Dobratsch einen weiteren Besuch abzustatten und mir von den aktuellen Verhältnissen ein Bild zu machen.
Als Startpunkt wähle ich wieder die Knappenhütte (~1650m). In dieser Sehöhe liegt ausreichend Schnee.
Der Fahrweg hinauf zum Gipfel wurde mittlerweile mit einem Ratrac präpariert. Nur an einzelnen Stellen (meist in den engeren Kurven) schauen ein paar kleine Steine aus dem Schnee heraus. Aber in Summe ist es bis zum Gipfel gut zu gehen.
Abseits des präparierten Weges ist die Schneedecke sehr unterschiedlich beschaffen. Von leicht gepresstem Schnee in schattseitigen Lagen über Bruchharsch bis zur tragfähigem gepressten Schnee findet man alles.
Eine Abfahrt im Gelände verspricht wenig Spaß, außerdem ist rund um den Zehner mehr oder weniger alles zerspurt.
Also fahre ich vom Gipfel in zügiger Fahrt am Weg ab. Neuschnee wäre nett, viel kommt in nächster Zeit jedoch leider nicht...
26.11.2025 Schitourenstart am Zwölfer
Ende November hat der Winter einen ersten Gruß nach Kärnten geschickt. Die große Ladung Schnee war zwar nicht dabei, aber die ersten Schitouren sind schon möglich.
Höchste Zeit also das Homepagedesign auf Winter umzustellen.
Denn neben den Karawanken und dem Naßfeld kann man auch am Dobratsch mit seinen Tourenschiern bereits die ersten Spuren durch die weiße Landschaft ziehen.
Wir starteten bei der Knappenhütte (knapp unter der Aichinger Hütte) und stiegen zum Zwölfer auf.
Noch liegt nicht allzu viel Schnee und bei der Abfahrt gilt es im Gelände vorsichtig zu schwingen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der bleibt auf dem mittlerweile mit dem Ratrac präparierten Gipfelweg.
In Summe war es aber ein gelungener Schitourenstart mit herrlichen Wintereindrücken.
Auf die nächste Ladung Schnee müssen wir wohl geduldig warten, aber zumindest sieht es besser aus als letztes Jahr :-)
15.11.2025 Alles rund um die "Schneekarotte"
Heute gibt es wieder einmal einen kurzen Wetter- Schneeausblick:
Am Montag wird der Alpenraum von Norden mit kalter Luft geflutet. Das ist einmal die Grundvoraussetzung für Schnee (zunächst eher Nordstau).
In der zweiten Wochenhälfte kommt es dann zu einer spannenden Wetterkonstellation:
Einerseits saugt ein Tief über Großbritannien kalte Luft von Norden an und andererseit beginnt ein sich bildendes Tief über dem westlichen Mittelmeeer warme und feuchte Luft nach Norden zu schaufeln. An der Grenze zwischen warmer und kalter Luft kann es zu kräftigen Niederschlägen kommen.
Und da hängt für die Südalpen die Schneekarotte :-)
Die Wettermodelle sind sich aber bzgl. der genauen Entwicklung noch sehr unsicher. Also müssen wir zuwarten und hoffen. Stay tuned...
Irgendwie ist es fast schon Tradition, dass ich im Herbst einmal mit den Kindern am späten Nachmittag am Oisternig unterwegs bin.
Und welch besseres Wetter als Hochnebel mit einer Obergrenze um 1800m kann man sich dazu vorstellen.
Auf der Feistritzer Alm angekommen stecken wir im dichtesten Nebel. Nur wenige Minuten später begrüßen uns aber bereits die ersten wärmenden Sonnenstrahlen.
Am Gipfel genießen wir dann die traumhafte Aussicht über dem Nebelmeer.
Die tiefstehende Sonne zaubert rund um das Gipfelkreuz des Oisternig ein herrliches Brockengespenst (Glorie). Nach einer Gipfelrast geht es wieder talwärts. Mit den letzten Sonnenstrahlen tauchen wir knapp über der Feistritzer Alm wieder in den Nebel ein.
Aber die herrliche Stimmung im Sonnenschein mit der gewaltigen Aussicht haben wir im Herzen :-)
1.11.2025 Pasterze - Gletscherrand
Die Pasterze ist noch immer der größte Gletscher Österreichs, auch wenn sich die Gletscherzunge Jahr für Jahr um viele Meter zurück zieht.
Reichte die Pasterze früher bis unmittelbar unter die Franz- Josefs- Höhe, hat sie sich mittlerweile um hunderte Meter Richtung Hufeisenbruch zurück gezogen.
Heute muss man zumindest mit einer Halbtagswanderung rechnen um den Gletscherrand zu erreichen.
Trotzdem ist es dann sehr beeindruckend, wenn man am Rand der Gletscherzunge steht und sich die Eismassen 10 bis 15 Meter vor einem auftürmen.
Den Eisrand zu erreichen ist aber nicht so einfach. Denn im Sommer ist es mehr oder weniger unmöglich den tosenden Gletscherbach zu überqueren.
Aus diesem Grund ist ein Besuch des Gletscherrandes der Pasterze nur im Herbst bei kühler Witterung möglich.
Ein letztes Mal in diesem Jahr ging es zur Ausbildung der Kärntner Bergwanderführer. Dieses Mal begleitete ich eine Gruppe auf die Stanziwurten.
Dieser schöne Aussichtsberg erhebt sich hoch über dem Oberen Mölltal und ist leicht zu ersteigen. Denn man kann mit dem Auto bis zu einem Parkplatz auf rund 1975m auffahren. Damit bleiben nur
mehr etwas mehr als 700 Höhenmeter bis zum Gipfel.
Die Auffahrt zum Parkplatz durch die herrlich leuchtenden Lärchen war schon ein absolutes Erlebnis. Auch der Blick zum mächtigen Friedrichskopf in der Schobergruppe ist wirklich beeindruckend. Die Gipfel der Hohen Tauern zierten sich leider ein wenig. Nebel verhinderte die sonst von diesem Berg so wunderbare Aussicht.
Trotzdem war es wieder ein wunderschöner Herbstwanderausflug. Und die Berge laufen nicht weg, vielleicht komme ich ja im Winter wieder einmal her.
Wie sich die Zeiten doch ändern. Als ich das letzte Mal (2008) von den Lammersdorfer Hütten über den Lammersdorfer Berg zum Millstätter Almkreuz gewandert bin, gab es das Granattor noch nicht. Auch meine Kinder gab es noch nicht, aber meine Frau war schon mit von der Partie :-)
Jetzt 17 Jahre später hat sich so einiges verändert.
Am Höhenrücken der Millstätter Alm steht das Granattor und die einst doch recht einsame Wanderung wird mittlerweile stark frequentiert. Schon vor 17 Jahren habe ich hier auf der Homepage geschrieben, dass diese Wanderung besonders für Familien gut geeignet ist. Das zeigte sich auch bei unserem heurigen Besuch. Denn neben unseren Kindern waren viele andere Kinder mit ihren Eltern zum Granattor unterwegs.
Und man muss einfach neidlos anerkennen:
Die Millstätter Alm ist im Herbst einfach ein Hochgenuss, mit und ohne Granattor!
24.10.2025 War's das jetzt mit dem Wanderherbst? - Wetterausblick
Eine kärftige Kaltfront hat am Abend des 23.10.2025 in den Ostalpen teilweise für nennenswerten Neuschnee bis unter 1500m herab gesorgt.
Die kommenden Tage bringen mit einer anhaltenden Nordwestströmung weiterhin kühle Luft nach Mitteleuropa. Besonders in den Nordalpen schneit es immer wieder, teils auch kräftig, wobei die Schneefallgrenze meist unter 1500m liegt. Der Süden bleibt etwas wetterbegünstigt.
Im Laufe der kommenden Woche greift dann eine Wetterwelle (schwarze Linie) über Westeuropa nach Süden aus (grauer Verlagerungspfeil). Damit dreht die Luftströmung im Alpenraum auf Südwest und es gelangt sehr milde Höhenluft (roter Pfeil) zu uns. Die kalte Luft (blauer Pfeil) wird weit in den Nordosten abgedrängt. Damit ist der Schnee wieder Geschichte, ob und wieviel Regen dann von Süden her aufkommt, ist noch unsicher.
16.10.2025 Faschaunereck- Reitereck- Wandspitze- Poising- Rennweg
Aufgrund der Wetterprognose war klar, dass man ein möglichst hohe Ziel ansteuern sollte. Denn es wurde eine Hochnebelgrenze über 2000m erwartet.
Also entschloss ich mich nach 20 Jahren dem Reitereck wieder einen Besuch abzustatten. Vor 20 Jahren war das Reitereck eine der ersten Wanderungen, welche ich auf meiner Homepage beschrieben habe.
Dieses Mal wählte ich dieses Ziel nicht nur aufgrund der Höhe (Stichwort Nebelobergrenze) sondern auch der öffentlichen Erreichbarkeit wegen aus.
Mit Zug und Bus ging es über Spittal nach Gmünd und Malta und von dort hinauf auf den Maltaberg (letzter Abschnitt Rufbus).
Oben angekommen entschied ich mich nicht nur das Reitereck sondern auch das Faschaunereck zu besteigen in der Hoffnung später am Tag doch noch über den Nebel zu gelangen. Falsch gedacht :-(
Der Abstieg führt mich übrigens nach St. Peter bei Rennweg und von dort mit dem Bus (fährt im Stundentak, Stand 2025) zurück nach Hause.
7.10.2025 Schwandnock- Mittagsnock- Spitzeck
Der Sommer war für uns beide intensiv und so hatten wir seit Monaten keine Zeit mehr um gemeinsam eine Bergtour anzugehen.
Jetzt im Herbst wird aber alles ruhiger und endlich war es wieder soweit und ich konnte zusammen mit Benji, dem Mentaltrainer hinter "Bergwetter erleben mit mentaler Stärke", eine Wanderung unternehmen.
Und es muss nicht immer höher, schneller, weiter sein.
Es müssen nicht immer neue Wege, Berge oder Ziele sein.
Denn auch altbekannte Gipfel haben ihre Reize.
So ging es mit dem Bus nach Bad Bleiberg und dann zu Fuß hinauf auf den Schwandnock. Von dort wanderten wir über den Mittagsnock zum Spitzeck und hinab nach Töplitsch bzw. Puch, von wo es mit dem Zug zurück nach Villach ging.
Das Schöne an Touren mit Benji ist, dass wir trotz oder vielleicht gerade wegen unserer unterschiedlichen Charaktere immer sehr spannende Gespräche führen, die aber doch immer einen gemeinsamen Nenner haben:
Nämlich den Respekt gegenüber dem anderen und auch gegenüber der Natur!
5.10.2025 Bergwetter erleben - Das Sommerfinale
Traditionell endet das Bergwetter erleben Sommerjahr mit einer Wetterwanderung auf den Zirbitzkogel.
Aber geringe Nachfrage aus der Steiermark, ein kurzfristiges Storno sowie die Wettersituation machten eine Planänderung möglich.
Also starteten wir unser Bergwetterseminar von der Pike auf.
Beim Treffpunkt im Raum Villach analysierten wir die aktuellen Niederschlagsverhältnisse, die Schneefallgrenze sowie die Wetterprognosen.
Auf Basis dieser Auswertungen ging es an die Tourenplanung und als Ergbnis kam als Ziel der Tschiernock heraus.
Die Regen- und Schneemengen waren dort laut Analyse gering, der Schneefall sollte bald enden und am Nachmittag dem Sonnenschein Platz machen. Selten konnten wir bei einer Wetterwanderung die Prognose so gut überprüfen.
Der Start erfolgte bei leichtem Schneefall, trocken aber windig war es am Gipfel und sonnig beim gemütlichen Abschluss.
Danke den Teilnehmerinnen! Es war super!
Seit knapp 30 Jahren gehe ich schon auf den Rombon. Zumindest theoretisch. Denn bis auf einen Versuch vor - wie gesagt bald 30 Jahren - habe ich mich nie an diesem doch so bekannten Berg hoch über Bovec versucht.
Aber jetzt war es so weit!
Ein kalter aber traumhaft schöner Oktobertag wollte für eine Wanderung genutzt werden.
Der Berg sollte nicht zu hoch, südseitig der Anstieg und traumhaft schön die Aussicht sein.
Was passt da besser als der Rombon.
Bei sommerlicher Hitze möchte man über die Südhänge eh nicht hinauf schwitzen. Von sommerlicher Hitze waren wir jedoch weit entfernt, dafür hatten wir glasklare Luft mit herrlichem Meerblick. Außerdem zeigten sich neben ein paar weiteren motivierten Wanderern auch zahlreiche Gänsegeier sowie beim Abstieg auch einige Steinböcke. Was für ein Tag!
30.9.2025 Bergwetter erleben Kals- Moaalm, Blauspitze
Nach dem gelungenen Auftakt stand für den zweiten Tag die Blauspitze am Rande des Schigebietes Kals- Großglockner am Programm.
Im Gegensatz zum Vortag sollten die Wolken aber bis auf kurze Auflockerungen dicht bleiben. Am Nachmittag stieg auch die Wahrscheinlichkeit für Schauer an. Nachdem die 0°C- Grenze in rund 2500m lag, sollte es sich oberhalb von rund 2000m um Schneeschauer halten.
Und tatsächlich, knapp über 2000m tanzten am späten Vormittag die ersten Schneeflocken vom Himmel. Am Gipfel kam dann bei 0°C und leichtem Schneefall Weihnachtsstimmung auf ;-)
Die Laune stieg durch den Schneefall aber höchstens.
Beim Abstieg zurück ins Tal kehrten wir beim Gasthof Glocknerblick ein und ließen die letzten beiden Tage nochmals Revüe passieren.
Vom wolkenlosen Himmel bis zum Schneefall war alles dabei.
Bergwetterherz was willst du mehr?
29.9.2025 Bergwetter erleben Kals- Moaalm, Kastenegg
Auf Einladung von MoaAlm Mountain Retreat ging es für zwei Tage nach Kals am Großglockner zu einem Bergwetterseminar.
Nach dem spätsommerlichen Wetterseminar in den Karnischen Alpen gab es dieses Mal ein Kontratsprogramm. Wenige Tage vor dem Start des Wetterseminars in Kals sorgte eine Kaltfront für die ersten nennenswerten Zentimeter Neuschnee des Herbstes. In den Hochlagen rund um Kals fielen immerhin bis zu 20cm der weißen Pracht.
Die Wetterprognose für unseren ersten "Wandertag" war dann aber gar nicht so schlecht: Sonniger Start, tagsüber Wolken aber trocken.
Und genau so war es. In der Früh strahlte der frisch angezuckerte Glockner bei unserem Start beim Lucknerhaus mit dem blauen Himmel um die Wette. Am Gipfel präsentierte sich das Wetter stark bewölkt aber trocken und zurück beim Lucknerhaus fühlte es sich fast schon wieder wie Sommer an :-)
Ein perfekter "Bergwettererlebentag"!
20. und 21.9.2025 Bergwetterseminar Piz Timau- Freikofel
Nach langer Vorbereitungszeit ging das erste Bergwetterseminar im Gailtal über die Bühne! Von unserer Basis, dem Bierhotel Loncium in Mauthen, ging es zu zwei wunderschönen Touren.
Am ersten Tag wanderten wir von der Promos Alm auf den Piz Timau und weiter zum Promos. Da wir spät gestartet waren, hatten wir beide Gipfel für uns alleine. Nachdem wir tagsüber fast keine Wolken gesehen hatten, gab es beim Abendessen im Hotel noch ein paar Wolkenfotos sowie Zeitraffervideos.
Für den zweiten Tag hatten wir uns den Kleinen Pal und den Freikofel ausgesucht. Der Südföhn war schon deutlich stärker als am Vortag und beim Abmarsch am Freikofel haben wir dann auch tatsächlich die ersten Quellwolken des Wochenendes gesehen. Bei unserer Rückkehr zum Plöckenpass war es dort schon stark bewölkt. Besser und eindrücklicher kann man das Bergwetter nicht erleben und verstehen.
Danke den Teilnehmerinnen, es war einfach nur ein geniales Wochenende!
Mehrmals im Jahr habe ich die Ehre für die Bergwanderführer in Kärnten die Wetterausbildung zu gestalten.
Mitte September fand ein Kurs in Heiligenblut statt und bevor ich den nachmittäglichen bzw. abendlichen Wettervortrag halten durfte, ging es von der Franz-Josefs-Höhe über den Gamsgrubenweg auf den Fuscherkarkopf.
Mein Glück an diesem Tag war, dass sich der Himmel die längste Zeit des Tages wolkenlos präsentierte. Dazu traf ich am Fuscherkarkopf nur drei weitere Wanderer.
Vom Gipfel aus war der frisch angezuckerte Glocker zum Greifen nahe. Die Sicht war an diesem Tag aber allgemein fanastisch, das Bergemeer kaum zu überblicken.Am liebsten wäre ich noch für lange Zeit am Gipfel in der Sonne gesessen. Aber die Pflicht rief und so hieß es wieder zurück hinab nach Heiligenblut.
Was für gewaltiger Bergtag!
17.9.2025 Klimatischer Grenzgang am Naßfeld
Wie lassen sich Wetter- und Klimaentwicklungen besser erklären als draußen in der Natur?
Beim "Klimatischen Grenzgang" wandern wir vom Naßfeld über die italienische Seite auf den Auernig und über die österreichische Seite wieder zurück.
Dabei erfahren und erspüren wir die Luft, die Atmosphäre. Was macht die Sonne, der Wind, die Lufttemperatur oder die Feuchtigkeit mit unserem Wohlbefinden und wie lässt sich dies erklären?
Und nachdem schon die alten Griechen gewusst haben, dass man in der Bewegung Dinge viel besser lernen kann, als beim Sitzen, bewegen wir uns.
Dazu gibt es nicht nur viel gute Laune sondern auch tiefergreifende Information zum sich ändernden Klima. Wo sind die Stellschrauben, an denen wir drehen können?
Zuletzt stellen wir uns auch die Frage, was jede und jeder einzelne von uns tun kann. Aber nie mit dem erhobenen Zeigefinger.
Als Abschluss darf natürlich ein Einkehrschwung nicht fehlen :-)
14.9.2025 Eiskargletschermessung 2025 - Das Ende einer Ära
Wer Eiskar sagt, muss auch Gerhad Hohenwarter sen. sagen. Seiner Initiative ist es in Zusammenarbeit mit dem jetztigen Leiter des ÖAV Gletschermessdienstes Gerhard Lieb zu verdanken, dass dieser besondere Gletscher, der südlichste Gletscher Österreichs, seit mittlerweilen über 30 Jahren Teil des österreichischen Gletschermessprogramms ist.
Aber alles Gute hat ein Ende. Die offizielle "Leitung" über die Gletschermessung im Eiskar habe ich zwar schon vor über 10 Jahren von meinem Vater übernommen. Als graue Eminenz war er jedoch fast jedes Jahr noch mit dabei. Jetzt im Herbst 2025, in einer der bittersten Stunden dieses kleinen Kargletschers (Auswertungen laufen), beendet der Senior auch offiziell seine Messtätigkeit.
Zu seiner letzten Messung wurde er nicht nur von seinen Söhnen sondern auch von der nächsten Generation begleitet. Ob die aber noch die Gletschermessdienste übernehmen kann, ist mehr als fraglich....
Bergwetter erleben Herbsttermine
Die Sommersaison neigt sich ihrem Ende zu.
In den kommenden Wochen gibt es aber noch einige spannende Termine, bei denen ihr das Bergwetter nicht nur erleben sondern auch verstehen lernen könnt!
Also hier die nächsten Termine:
17.9.2025 Klimatischer Grenzgang am Naßfeld
19.-21.9.2025 Bergwetter erleben - Hotel Loncium in Mauthen
27.9.- 4.10.2025 Mountain weather & hiking week - Moaalm Kals
5.10.2025 Bergwetter erleben - Tageswanderung - Zirbitzkogel
7.9.2025 Karnischer Höhenweg Tag 4: Hohe Warte und Kellerwarte
Heute sollten sich meine Wege von jenen des Bergweltenteams wieder trennen. Drei Tage lang durfte ich
als Guide, Wetterexperte, Historiker, Motivator, Erzähler und noch vieles mehr fungieren.
Jetzt war ich wieder alleine unterwegs.
Als Abschluss dieser spannenden Tage hatte ich mir gleichzeitig als Höhepunkt den höchsten Berg der Karnischen Alpen als Ziel ausgesucht.
Über den Koban- Prunner- Klettersteig stieg ich zur Hohen Warte auf und zu meiner großen Überraschung war ich ganz alleine am Gipfel. Beim Abstieg kamen dann von Süden her die Massen. Ich verließ die ausgetretenen Pfade aber gleich wieder und steuerte die Kellerwarte an. Auch dort war ich alleine am Gipfel. Was für ein Genuss. Zum Schluss wartete dann noch der Rückweg über die Creta Monumenz zum Plöckenpass. Von dort erfolgte dann die Rückreise mit Bus und Zug. Unvergessliche Tage bleiben in Erinnerung.
Danke Bergwelten, durch euch kam ich zu dieser herrlichen Tour!
6.9.2025 Karnischer Höhenweg Tag 3: Hochweißsteinhaus- Wolayer See
Nach der gestrigen Kaltfront mit den zahlreichen Naheinschlägen rund ums Hochweißsteinhaus wirkte der klare und blaue Himmel an diesem Morgen irgendwie surreal.
Während das Team von Bergwelten noch ein paar Fotos und Interviews am Hochsteinhaus machte, nutzte ich die Zeit und stieg aufs Hochalpl.
Die Ruhe, die glasklare Luft und die gewaltige Aussicht waren einfach fantastisch. Wäre nicht noch der Weiterweg zum Wolayer See am Programm gestanden, wäre ich noch auf den Monte Peralba gestiegen. So ging es aber zurück hinab zur Hütte und zusammen wanderten wir dann über den Giramondopass zum Wolayer See.
Im Gegensatz zum Vortag hatten wir mit dem Wetter heute keinen Stress. In aller Ruhe konnten wir die Berge und die Wolken genießen. Am Ende des Tages genossen wir schließlich noch ein herrliches Abendessen mit traumhaftem Ausblick zum Wolayer See und der Seewarte.
5.9.2025 Karnischer Höhenweg Tag 2: Porzehütte- Hochweißsteinhaus
Tag zwei meiner Wanderung am Karnischen Höhenweg mit dem Magazin Bergwelten. Und dieser Tag war speziell!
Denn die Tour von der Porzehütte zum Hochweißsteinhaus gilt als längste Etappe am westlichen Teil des Karnischen Höhenwegs und gerade an diesem Tag war das Wetter nicht ganz so stabil.
Eine gute Vorhersage sowie aufmerksames Beobachten des Wettergeschehens war also oberste Devise. Denn wenn man einen Bericht über den Karnischen Höhenweg machen will, braucht es viele Fotos und man kommt nicht ganz so schnell weiter, wie normalerweise.
Die Prognose ließ ab etwa 13 oder 14h erste Regenschauer erwarten und die Kaltfront sollte zwischen 16 und 18h eintreffen. Den ganzen Tag über hielt ich die Wolken im Auge und wann immer es ging, machte ich am Handy einen kurzen Wettercheck. Ab 14h sah ich die ersten Regenschauer und pünktlich vor der Front schafften wir es zum Hochweißsteinhaus. Was für ein Tag!
4.9.2025 Öfenspitze- Filmoor Standschützenhütte- Porzehütte
Es freut mich immer wieder, wenn über meine Homepage Anfragen eintrudeln. Eine ganz besonders spannende Anfrage, habe ich Anfang Sommer vom Magazin Bergwelten erhalten:
Ob ich nicht einen Redakteur als Wetterexperte und Kenner der Region am Karnischen Höhenweg begleiten möchte?
Natürlich möchte ich :-)
Den geplanten Termin im August mussten wir aufgrund des unsicheren Wetters absagen. Beim Ersatztermin passte das Wetter aber perfekt.
Während das Bergweltenduo am Helm gestartet war, stieß ich erst zwei Tage später auf der Filmoor Standschützenhütte dazu. Und gleich habe ich mich wieder in diese einfach einzigartige Hütte am Karnischen Kamm verliebt.
Die Freundlichkeit auf dieser von Steirern geführten Hütte ist einfach gewaltig. Wir konnten aber nicht ewig verweilen, denn unser Tagesziel war noch die Porzehütte. Der nächste Tag sollte dann sehr spannend werden...
31.8.2025 Martuljek Wasserfälle
Kinder wie die Zeit vergeht!
Vor knapp über drei Jahren waren wir mit den Kindern zuletzt bei den Martuljek Wasserfällen. Die Wasserfälle selbst sind ein absolutes Naturhighlight in der Nähe von Kranjska Gora. Im Sommer pilgern viele Wanderer von Godz Martuljek zum ersten und einige weiter zum zweiten Wasserfall.
Der Weg bis zum zweiten Wasserfall ist nicht so kurz und in Summe macht man dann doch 500 Höhenmeter. Es zahlt sich aber auf jeden Fall aus.
Spannender wird jedoch die Nachbetrachtung.
Bei der Durchsicht der "alten" Bilder wird man schnell sentimental. Wie sich Kinder innerhalb von wenigen Jahren doch verändern können. Man kann und will es eigentlich kaum glauben.
Nicht nur, dass die Kinder größer werden. Nein auch ihr Gesicht verändert sich, die Zahnlücken verschwinden und Haare werden länger oder kürzer.
Aber das ist Teil des Lebens.
Einmal habe ich so schön gelesen:
Was ist das schönste daran Kinder zu haben?
Sie aufwachsen zu sehen.
Und was ist das schlimmste daran Kinder zu haben?
Sie aufwachsen zu sehen.
Deshalb darf man jede Minuten mit den Kindern genießen, auch wenn es nicht immer leicht ist. Aber im Rückspiegel betrachtet, ist es jede Sekunde wert.
Es freut mich immer sehr, wenn ich Partner für meine Berg- und Schitourenseite gewinnen kann!
Heutzutage ist das gar nicht mehr so leicht, denn Homepages wie diese hier, verlieren scheinbar an Wert.
Die wichtigste "Währung" sind heute Follower auf Instagram und Co.
Umso mehr freut es mich, wenn Firmen mir vertrauen und mit mir zusammen arbeiten.
Und mehr als 12.000 Nutzer in den letzten 30 Tagen zeigen dann doch, dass meine Homepage noch nicht tot sondern sehr lebendig ist. Mehr als 400 sommerliche Tourenziele sind hier beschrieben. Das bedeutet jede Menge Wandern und Bergsteigen.
Garmont ist mit seinem vielseitigen Angebot an Outdorr-Schuhen der perfekte Partner für mich und der Leitspruch von Garmont: "Get out side" könnte für mich nicht passender sein!
24.8.2025 Klettersteig gehen am Kanzianiberg
In vielen Gesprächen habe ich immer gesagt, ich möchte körperlich und mental fit bleiben, damit ich, wenn meine Kinder älter sind, mit ihnen noch mithalten kann und auch vielleicht etwas forderndere Unternehmung machen kann.
Naja, was soll ich sagen?
Letztens hat mich mein Sohn gefragt, ob wir am Kanzianiberg auch die schwereren Klettersteige gehen können. Und die schwersten Steigabschnitte sind dort immerhin "E".
Früher als gedacht galt es zu beweisen, dass ich körperlich und mental fit genug bin um etwas forderndere Unternehmugen zu machen.
Nach einer gemütlichen Aufwärmrunde ging es beim Kami(n)kaze (D) zum ersten Mal so richtig los. Zum Abkühlen ging es über die Seilbrücke und dann nochmals den Kami(n)kaze und als Verlängerung den Hara(ld)kiri (E). Da war dann nicht nur der Junior gefordert sondern auch ich.
Aber passt schon, wenn wer nie an seine Grenzen geht, wird sich nicht weiterentwickeln :-)
Ich würde gerne eine Bergtour machen, aber das Auto zu Hause stehen lassen. Das Wetter wird jedoch erst am Nachmittag besser und damit die Zeit für eine öffentliche An- und Rückreise knapp.
Bleibt die Kombination aus Zug und Rad. Alleine ist das aber auch öd. Also frage ich ganz einfach meinen lieben Bergfreund Hannes, ob er nicht Zeit und Lust hat mitzukommen.
Zusammen geht es mit dem Zug nach Arnoldstein und von dort mit dem Rad hinauf nach Tarvis und weiter bis Cave del Predil.
Unser Ziel, den Monte Sciober, erreichen wir erst um 16:00. Da bleibt nicht viel Zeit zum Rasten, denn wir wollen nicht im Dunkeln nach Hause radln.
Trotzdem genießen wir das Nachmittagslicht und machen uns dann an den Abstieg. Der Rückweg mit dem Rad nach Arnoldstein geht flott und so schaffen wir ohne Probleme den Zug um 18:22.
Eine Tour genau nach meinen Vorstellungen :-)
Nach der Sonnenaufgangstour zum Wetterkreuz ging es mit einigen Gästen vom Feuerberg zu einer Ganztageswanderung.
Als Ziel habe ich mir den Kosiak ausgesucht. Eigentlich wollten wir ja in die Julischen Alpen gehen, aber die Schlechtwetterfront hielt mich davon ab.
Also fuhren wir ins Bärental und stiegen über die Matschacher Alm zum Kosiak auf. Zurück hinunter ging es über die Ostschulter.
Für viele Gäste ist solch eine Wanderung ein wunderschönes Erlebnis, auch wenn das Wetter nicht ganz so hübsch ist.
Das Ambiente der Karawanken rund um den Hochstuhl ist nämlich sehr beeindruckend.
Wenn man dann am Gipfel steht und den Stolz und die Freude in den Gesichtern der Teilnehmer sieht, dann weiß man, dass man die richtige Tour ausgewählt hat. Da können die Wolken noch so dicht und die Sonne auf Tauchstation sein, das Erlebnis zählt :-)
20.8.2025 Sonnenaufgangswanderung am Feuerberg
Wie schon letztes Jahr, durfte ich auch heuer wieder mehrmals im Sommer zu Gast am Feuerberg sein.
Am Abend gibt es einen Wohlfühlvortrag unter dem Motto "In den Bergen zu Hause" und am nächsten Morgen heißt es dann früh aufstehen.
Denn es geht zur Sonnenaufgangswanderung zum Wetterkreuz.
Natürlich könnte man den Sonnenaufgang auch auf der Terrasse am Feuerberg mitverfolgen, aber das Gefühl sich vor dem Sonnenaufgang etwas bewegt zu haben und weg vom Hotel zu sein hat etwas für sich.
Außerdem ist das Wetterkreuz ein wunderbarer Platz. Eine richtige Kanzel.
Das gesamte Klagenfurter Becken breitet sich unter einem aus und man hat Richtung Sonnenaufgang frei Sicht. Quasi erste Reihe fußfrei.
Wenn dann der Himmel in "Flammen" aufgeht bevor die Sonne aufgeht, dann werden alle still und ehrfürchtig.
Da spürt man dann wieder, wie klein man eigentlich ist.
15.8.2025 Oberwalderhütte- Franz-Josefs-Höhe
Aus einem einfachen Ausflug vor zwei Jahren entstanden, konnte ich mit meiner Familie drei wunderschöne Tage im Anblick des Großglockners verbringen. Am letzten Tag stand "nur" mehr der Rückmarsch von unserem Basislager, der Oberwalderhütte zurück zur Franz-Josfes-Höhe sowie die Heimfahrt am Programm. Nach einem genüsslichen Frühstück machten wir uns also wieder auf den Weg. Nicht ohne uns vorher von Hüttenwirt Bernd und seiner Frau zu verabschieden. Denn man kann es nicht hoch genug einschätzen, wenn auf fast 3000m Seehöhe auf besondere Wünsche der Gäste bezüglich der Verpflegung bestmöglich eingegangen wird. Schade, dass er die Oberwalderhütte nächstes Jahr verlassen wird.
Auch wir verlassen die Hütte, jedoch voll mit positiven Eindrücken und wunderschönen Erlebnissen. Und ich genieße es, mich einfach in den Bus zu setzen und nach Hause chauffieren zu lassen. So eine öffentliche Anreise hat schon was ;-)
14.8.2025 Vorderer, Mittlerer und Großer Bärenkopf
Nachdem wir am Vortag zur Oberwalderhütte aufgestiegen waren, ging es heute auch auf einen Gipfel. Die Nacht hatten wir super bequem in einem Mehrbettzimmer verbracht, nur wir, keiner der schnarcht ;-)
Als Ziel hatte ich den Mittleren Bärenkopf auserkoren. Von der Hütte ist er relativ leicht zu erreichen. Die Höhenlage darf man aber nicht unterschätzen und so wandern wir gemütlich los. Am Gipfel angelangt, hat der Sohnemann noch nicht genug. Auch der Große Bärenkopf soll noch erstiegen werden. Während die Damen zurück zur Hütte wandern, machen sich die beiden "Männer" auf den Weg zum Großen Bärenkopf. Seines Zeichens immerhin 3396m hoch. Am Rückweg nehmen wir auch noch den Vorderen Bärenkopf mit. Wie oft hat man schon die Chance alle drei Bärenköpfe an einem Tag zu erklimmen? Glücklich und zufrieden erreichen wir nach knapp über 1000 zurückgelegten Höhenmetern die Oberwalderhütte und genießen dort einen weiteren Abend mit herrlichem Essen.
Vor zwei Jahren war ich mit meiner Familie am Gamsgrubenweg unterwegs. Ich wollte meiner Frau und meinen Kindern die Gletscherwelt rund um den Großglockner noch einmal in "alter" Pracht zeigen.
Die Mächtigkeit des Glockners hat bei meiner Frau bleibenden Eindruck hinterlassen.
Also wuchs in mir die Idee mit der ganzen Familie einmal die Gletscherwelt rund um die Pasterze noch internsiver noch näher zu erleben.
Ziel war die Oberwalderhütte auf dem Großen Burgstall in fast 3000m. Die Hütte ist von zahlreichen 3000ern umgeben und liegt mitten im Ursprungsgebiet der Pasterze. Welche ein Ambiente!
Bei traumhaftem Wetter machten wir uns auf den Weg. Die öffentliche Anreise mit Zug und Bus funktionierte reibungslos und auch der Zustieg verlief problemlos. Der Ausblick von der Oberwalderhütte war wie immer grandios und ließ die Vorfreude auf den nächsten Tag noch größer werden.
9.8.2025 Sonnenuntergang und Mondaufgang am Dobratsch
Zumindest ein Mal im Jahr muss man im Sommer auf dem Hausberg gewesen sein ;-)
Bei uns ist das der Dobratsch.
Und besonders schön ist es dort oben zum Sonnenuntergang.
Wenn man über den Jägersteig hinauf geht und die nahen Julischen Alpen im Licht der Abendsonne leuchten, dann weiß man, dass man im Paradies lebt.
Da wir vor der Tour noch schnell in der Gail baden gehen mussten, waren wir relativ spät dran und mussten uns am Weg hinauf zum Gipfel sputen.
Oben angekommen sahen wir gerade noch, wie die Sonne am Horizont hinter Wolken verschwand. Kurz zeigte sich ein feuerroter Teil der Sonne nochmals, ehe sie endgültig unter ging.
Dafür hatten wir dann beim Abstieg mit dem Mondaufgang Glück.
Der Vollmond stieg als orange Scheibe über den Karawanken auf und sorgte für unvergessliche Momente. Bilder können so etwas gar nicht einfangen. Aber wir können solche Augenblicke in unserem Geist abspeichern. Das sind die Momente, die bleiben!
8.8.2025 Marterle- Leitenkopf- Zellinkopf
Wenn liebe Bekannte mich fragen, ob ich mit ihnen eine Wanderung machen kann und will, dann kann ich fast nicht nein sagen.
Eine aussichtsreiche Tour mit tollen Eindrücken aber nicht zu lange sollte es sein. Mal schauen, was meine Tourentrickkiste so hergibt ;-)
Meine Wahl fiel schließlich auf den Zellinkopf hoch über dem Martlere im Mölltal. Ein wunderschöner Aussichtsberg.
Einer herrlichen Wanderung dorthin stand nur mehr der Hochnebel im Wege und ich wollte alles, nur nicht noch eine Nebelwanderung (siehe 6.8.2025).
Trotz des Hochnebels entschied ich mich, ins Mölltal zu fahren. Bis wir am Gipfel sind, ist der Hochnebel sicher weg, so meine Hoffnung.
Beim Aufstieg bewegten wir uns lange im Nebel bzw. an der Nebelgrenze und selbst am Gipfel war die Sicht zunächst stark eingeschränkt. Aber wir rochen den Braten, ließen uns Zeit, rasteten lange und wurden noch mit einem traumhaften Panorama belohnt. Welch ein Genuss!
Eigentlich sollte der Regen ja in der Früh abklingen.
Und eigentlich sollten die Wolken auflockern und der Sonne Platz machen.
Eigentlich hasse ich es, wenn meine Prognosen nicht zutreffen.
Und eigentlich passiert das glücklicherweise sehr selten.
Trotzdem ärgert es mich, wenn ich für meine Gruppe keinen Regen, Sonnenschein und Glocknerblick ankündige und wir im Nachhinein froh sein müssen, dass es nicht geregnet hat, wir zumindest 5 Minuten in der Sonne waren und immerhin zwischendurch vom Gipfel zur Gusenalm hinunter gesehen haben.
Aber der guten Stimmung in der Gruppe tat dies keinen Abbruch.
Der Gipfelaufstieg im Nebel und bei rutschigem Untergrund erforderte höchste Konzentration, denn wir will schon ausrutschen und in der Schafkacke landen? ;-)
Und auch die Nebelstimmungen haben etwas für sich. Bei strahlendem Sonnenschein kann ja jeder auf den Berg gehen.
Danke den Gäste vom Feuerberg für diese spannende Wanderung :-)
31.7.2025 Rosenbach- Rasburg- Gratschenitzen- Roßalm- Ledenitzen
Das Wetter lädt im Moment ja nicht zu größeren Touren ein. Aber man kann ja auch kleinere Gipfel besteigen.
Mit dem Zug ging es nach Rosenbach und von dort hinauf zu einem neuen Gipfelkreuz (1160m). Weiter führte die Tour auf Steigspuren über den gesamten Kamm der Gratschenitzen bis zu deren höchstem
Punkt (1360m).
Nach dem Abstieg zur Roßalm erfolgt noch ein kurzer Abstecher hinauf zur Arichwand, wo direkt am höchsten Punkt eine Jagdhütte steht.
Den Abschluss bildete ein Besuch beim Partisanen Bunker. Bei dieser Gedenkstelle handelt es sich um einen Unterstand der von 1944 bis 1945 antifaschistischen Freiheitskämpfern als Versteck gedient hat. Bei einem NS- Polizeieinsatz im Feber 1945 wurden hier 7 Partisanen getötet.
Es ist eigentlich doch irgendwie erschreckend, wie wenig man über die jüngere Geschichte in seiner Umgebung weiß. Gerade die aktuellen Vorkommnisse rund um den Peršmanhof sollten uns Mahnung sein, aus Fehlern zu lernen und uns auch mit vielleicht weniger angenehmen Themen unserer Vergangenheit zu beschäftigen.
23.7.2025 Mittagskogel übers Tenn und das Krainer Törl
Wer in den Bergen unterwegs ist, der muss manchmal an seine mentalen Grenzen gehen. Deshalb gibt es ja auch Bergwetter erleben mit mentaler Stärke :-)
Diese mentalen Grenzen liegen für jeden wo anders.
Während eine ausgesetzte Passage für den einen schon sehr zünftig ist, hat der andere an der selben Stelle kein Problem. Wichtig ist, dass man sich langsam an seine Grenzen herantastet und im Idealfall jemanden dabei hat, der den technischen und mentalen Herausforderungen gewachsen ist.
Ich hatte letztens das Vergnügen mit jemanden am Berg unterwegs zu sein, der zwar konditionell top drauf war, aber wenig alpine Erfahrung hatte.
Aber er hatte den Wunsch einmal in etwas alpineres Gelände zu kommen. Also suchte ich eine Tour aus, die sowohl den konditionellen Ansprüchen als auch dem alpinen aber doch nicht zu alpinenen Charakter gerecht wurde.
Unser Ziel war der Mittagskogel, welchen wir über die Berthahütte, das Krainer Törl und den Hühnerkogel erreichten.
Fazit: Von Anfang bis Ende eine gelungene Tour!
Der Höhenzug zwischen Gailtal und Gitschtal ist nicht besonders hoch. Die Umgebung rund um die Schimanberger und Hochwarter Höhe ist für mich aber ein ganz besonders Fleckchen Erde. Denn die Landschaft dort oben erinnert mich stark an Norwegen. Zusätzlich hat man von der Schimanberger Höhe eine wunderschöne Aussicht. Und dort oben steht wohl auch eines der schönsten und einsamsten Bankerl die ich kenne.
Wer dort nicht zur Ruhe kommt, der ist wohl wirklich ein Rastloser.
Nach einer kurzen Pause ging es für mich auf der Suche nach Eierschwammerln und Schwarzbeeren wieder talwärts .
Von beiden habe ich reichlich gefunden.
Während ich die Eierschwammerl für ein Abendessen gleich geklaubt habe, musste ich für die Schwarzbeeren gesondert zurückkommen.
Unterhalb von 1400m werden die Schwarzbeeren jetzt schon zunehmend gatschig. Darüber passt es noch wunderbar.
Wir haben aber vorerst genug geklaubt, jetzt gilt es eher die Mengen an Schwarzbeeren auch zu verarbeiten :-)
Feuerberg "Spirit am Berg" 2025
Nach dem spannenden Wochenende im Trentino durfte ich auch heuer wieder eine Woche lang "Spirit am Berg" Gast im Hotel Feuerberg sein. Was das heißt? Eine Woche lang gestalte ich jeden Tag zumindest einen Programmpunkt der sich rund um die Themen Wetter, Klima, Natur und Berge dreht.
Das reicht von der Sonnenaufgangswanderung bis zum abendlichen Gletschervortrag.
Und das schönste an dieser Woche ist der Kontakt mit den Menschen. Wenn mir bei einer genussvollen Wanderung auf die Gerlitzen Löcher zum Bergwetter in den Bauch gefragt werden oder ich beim Abendvortrag spannende Diskussionen losbreche, dann bin ich voll in meinem Element.
Wobei ich schon sagen muss, dass die Sonnenaufgangswanderungen immer zu den Höhepunkten zählen. Besonders dann, wenn man bei Regen startet und nur kurze Zeit später einen grandiosen Sonnenaufgang genießen kann.
10.7.2025 Mangart (mit Meerblick)
Ein lieber Bekannter ist zwar fleißig mit dem Rad unterwegs, war aber noch nie am Mangart.
Grund genug, mit ihm einmal auf den Mangart zu gehen. Außerdem ist es schon wieder beachtliche acht Jahre her, dass ich das letzte Mal am dritthöchsten Berg Sloweniens war. Mit dem Auto ging es über die Mautstraße (€ 10) bis zur Mangarthütte. Von dort stiegen wir ganz gemütlich über den Normalweg zum Gipfel auf. Wie zu erwarten, war schon einiges los, aber wir haben es ganz gut erwischt. Knapp unterm Gipfel begrüßten uns zwei Steinböcke und vom Gipfel aus hatten wir einen wunderbaren Blick nach Süden, welcher bis zum Meer reichte. Selten habe ich das Meer von einm Berg im Sommer so klar und deutlich gesehen! Was für ein Genuss!
Durch den breiten Gipfelaufbau des Mangart gab es trotz der zahlreichen Wanderer am Gipfel kein Gedränge und auch der Abstieg der verlief ohne Probleme. Ich würde sagen, eine absolut gelungene Bergtour!
4.-6.7.2025 Bergwetter erleben mit mentaler Stärke im Trentino
Was macht man, wenn man einen Kurs ausschreibt und sich niemand anmeldet bzw. alle angemeldeten Personen wieder stornieren?
Genau, man macht das Beste daraus, nämlich ein geniales Bergwochenende mit Benji (dem mentalen Stärke Part des Wochenendes)!
Ohne Teilnehmer unterwegs zu sein hat auch so seine Vorteile ;-)
Einer davon ist, dass man Meter und Höhenmeter machen kann, so viel man will und wir hatten Lust auf einige Höhenmeter :-)
Bei super spannendem Bergwetter konnten wir bis an unsere körperlichen und mentalen Grenzen gehen. Sei es durch die vielen Höhenmeter oder wegen der eisigen Abkühlung im Lago di Cima d'Asta.
Auf alle Fälle haben wir die Lagorai-Gruppe ausgiebig durchwandert. Zehn Gipfel, knapp über 4000 Höhenmeter im Aufstieg sowie zwei eisig kalte aber herrlich erfrischende Bäder haben wir absolviert.
Danke auch an Emanule vom Rif. Cima d'Asta, ich glaube wir kommen wieder.
1.7.2025 Guten Morgen Österreich, "Klimatischer Grenzgang" am Naßfeld
Es geht Schlag auf Schlag!
Am Vortag bin ich erst um 22 Uhr von Dreharbeiten auf der Saualm zurückgekommen und am nächsten Tag heißt es schon wieder um 4:30 Aufbruch zum nächsten "Drehtermin".
Bei der ORF- Sendung "Guten Morgen Österreich" durfte ich als Experte zu den Themen Wetter- Klima- Berg auftreten. Am wunderschönen Guggengberg gestaltete ich zusammen mit Marco Ventre fünf Liveeinstiege (z.B. 6:42, 7:20...)
Im Anschluss fuhr ich aus Naßfeld.
Für die Region Naßfeld- Lesachtal- Weißensee ging es zum "Klimatischen Grenzgang". Hierbei handelt es sich um eine Wetter- Klima-Wanderung auf den Auernig. Wetter und Klima hautnahe erfahren und verstehen.
Was für ein tolles Erlebnis!
30.6.2025 Dreharbeiten auf der Saualm
Nach meinem Ausflug auf das Naßfeld ging es nur zwei Tage später auf der Saualm mit einem spannenden Bergnachmittag weiter.
Denn ich durfte gleich zwei Drehtermine an diesem Tag wahrnehmen.
Zunächst stand das richtige Verhalten bei Gewittergefahr am Berg im Vordergrund.
Für die sozialen Kanäle der Kärnten Werbung drehten wir einige Sequenzen, wie man sich bei Gewittergefahr am Berg richtig verhält. Und wo könnte man das besser machen, als auf einem der Gewitterhotspots Kärntens, der Saualm?
Im Anschluss ging es gleich mit Gewittern weiter. Für die ORF- Fernsehreihe "Sagenjäger" durfte ich mit dem Schauspieler und Moderator Max Müller vor der Kamera stehen.
Das Thema:
Gewitter, na klar, wir sind ja auf der Saualm unterwegs ;-)
Danke sowohl an das Social Media Team der Kärntenwerbung als auch das Team rund um Max Müller, es hat mächtig viel Spaß gemacht :-)
28.6.2025 Madritschen - Wetterwanderung
Es müssen nicht immer die großen und tollen Touren sein.
Manchmal sind es auch die kleinen Erlebnisse, welche viel Freude bereiten.
Wie schon in den letzten Jahren durfte ich auch heuer wieder am Naßfeld für das Hotel Gartnerkofel zwei Wetter- Klimatage gestalten.
Nachdem ich am Vorabend den neuen Seminarraum im Hotel einweihen durfte, ging es am nächsten Tag hinaus.
Ziel war es nicht Höhenmeter zu sammeln, sondern einen gemütlichen Vormittag mit etwas Wissensvermittlung zu erleben.
Also fuhren wir mit der Madritschenseilbahn auf die Madritschen und wanderten von dort zurück hinab zum Hotel Gartnerkofel.
Traumhaftes Wetter mit herrlicher Sicht, formschöne Quellwolken und interessierte Gäste machten diesen kleinen Ausflug zu einer gelungenen Wanderung.
Mein besonderer Dank gilt an dieser Stelle an den Chef vom Hotel Gartnerkofel. Martin Wallner hat von der ersten Sekunde weg an mein Produkte "Bergwetter erleben" geglaubt! Danke für das Vertrauen!
27.6.2025 Trogkofel via Crete rosse Klettersteig
Nach dem heißesten Tag des Jahres ging es bei traumhaftem Wetter und ausgezeichneter Sicht vom Naßfeld aus auf den Trogkofel. Die ersten Höhenmeter nahmen wir ganz gemütlich mit der Madritschen Seilbahn.
Dann ging es hinauf zum Rudnigsattel und weiter zum Crete rosse Klettersteig. Dieser führt durch eine Felsrinne auf der Südseite des Trogkofels auf dessen Gipfel.
Wer den Trogkofel von der Weite sieht, kann sich kaum vorstellen, dass dieser über ein riesengroßes Gipfelplateau verfügt.
Der Blick reicht von dort oben nach Süden fast bis zum Meer :-)
Als Abstiegsroute wählten wir den Uiberlacher- Steig. Dieser leichte Klettersteig (A/B) zieht vom Gipfel in nordöstlicher Richtung talwärts.
Und immer wieder darf man sich wundern, welche Leute so am Berg unterwegs sind. Uns kommen zwei Personen entgegen, die uns fragen, ob es einen leichtere Abstiegsvariante als diesen Steig gibt?
Nein, gibt es nicht!
Tourenplanung ist für viele wohl ein Fremdwort... :-(
24.6.2025 Arnoldhöhe, Grauleitenspitze und Korntauern
Nach knapp zweiwöchiger Pause war es wieder einmal Zeit für eine Bergtour.
Das Auto wollte ich zu Hause stehen lassen, deshalb ging es dieses Mal mit dem Zug nach Mallnitz und dann per Autostopp (für den Wanderbus war ich bei der Hinfahrt zu spät dran) zur Ankogelbahn. Dies ist heuer bereits in Betrieb und fährt den ganzen Sommer ohne Ruhetag durch!
Von der Bergstation stieg ich zunächst zur Arnoldhöhe und dem dortigen Mausoleum auf. Danach folgte die Grauleitenspitze. Nachdem noch ausreichen Zeit bis zur Rückfahrt mit dem Zug übrig war, stattete ich auch dem Korntauern und dem dortigen Römerweg wieder einmal einen Besuch ab.
Als kleine Zugabe nahm ich noch den Grünecker-See-Spitz mit. Dort führt zwar kein Weg hinauf, der Gipfelhang ist aber soweit problemlos begehbar.
Gerade die Arnoldhöhe sowie die Grauleitenspitze eignen sich perfekt um auch einmal mit Kindern ins Hochgebirge zu gehen. Durch die Auffahrt mit der Seilbahn sind diese beiden Gipfel leicht zu erreichen und sie bieten ein herrliche Panorama zu den 3000ern der Ankogelgruppe.
Der Monte Cimone ist ein eher selten besuchter Gipfel westlich der Peccol Alm. Wer jedoch den weiten Weg dorthin findet, wird mit einem wahren Blumenmeer belohnt. Ähnlich wie die Mussen in den Gailtaler Alpen zählt der Monte Cimone zu den blumenreichsten Gipfel der Julischen Alpen.
Und auch den Steinböcken scheint es dort zu gefallen. Denn die Chance hier auf diese edlen Tiere zu treffen ist wirklich groß.
Nach einem großen Waldbrand im Jahr 2013 wird die alternative Abstiegsroute von der Forca di Viene offiziell nicht mehr betreut. Die kahlen Baumstämme, welche vom Brand zurückgeblieben sind, wirken wie ein stilles Mahnmal.
Der versierte Bergsteiger wird aber keine Probleme haben, denn der Steig ist soweit noch gut begehbar. Einzig die Wegfindung unterhalb der Forca di Viene ist etwas schwierig.
In Summe eine doch recht lange Tour, welche Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert, den Bergsteiger aber mit Einsamkeit und Natur pur belohnt.
23.- 25.5.2025 Bergwetter erleben auf der Gufferthütte
Nach fast zweijähriger Planung war es endlich soweit.
"Bergwetter erleben" fand zum ersten Mal in Tirol statt.
Unsere Basis war die Gufferthütte, welche knapp östlich des Achensees liegt.
Tja und was soll man sagen, bei diesem Bergwetterseminar hatten wir wettertechnisch wirklich fast alles, was man sich nur wünschen kann.
Beim Aufstieg gab es leichten Regen, als wir auf der Hütte oben waren mischten sich vorübergehend sogar Schneeflocken unter den Regen.
Am zweiten Tag überschritten wir den Kamm der Blauberge und das Wetter war für unsere Zwecke perfekt. Sonne, Wolken und Graupelschauer. So anschaulich kann man das Bergwetter selten erleben.
Am letzten Tag regnete es wieder leicht, deshalb verbrachten wir einen spannenden Vormittag zum Thema Gletscher und Klima in der Hütte, ehe wir wieder ins Tal abstiegen.
Danke den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, es war einfach super!