30.7. - 1.8.2007
Auf Einladung von 2 Freunden begleitete ich diese 3 Tage lang am Kärntner Grenzweg (KGW) in den Hohen Tauern.
1. Tag: Jamingalm- Hagener Hütte (2446m):
Von Mallnitz aus kann man mit dem Auto durch das Tauerntal bis auf eine Seehöhe von 1680m auffahren (Parkplatz). Von dort folgt man der Schotterstraße zur Jamnigalm (1748m) und dem Fahrweg in angenehmer Steigung weiter hinauf zur Hagener Hütte.
2. Tag: Hagener Hütte- Hannover Haus (2712m):
Entlang des Kärntner Grenzweges geht es nach Osten Richtung Hannover Haus (6h Gehzeit). Dieser Weg verläuft unterhalb des Ebenecks (2528m) und des Romaten Spitzes (2695m) zur Mindener Hütte (2428m, unbewirtschaftet). Kurz nach der Hütte führt ein teils durch Steinmännchen gekennzeichneter Weg durch unwegsames blockiges Gelände nach Norden Richtung Gamskarlspitz (2832m). Zunächst steigt man sehr mühsam (im Frühsommer durch Schneefelder deutlich einfacher) durch ein kleines Tal über Felsblöcke höher ehe man sich nach rechts (Osten) wendet und steil zum Grat hin aufsteigt. Oben angekommen öffnet sich ein kleines Plateau über welches man zum Gipfel hin ansteigt. Knapp unterhalb des Gamskarlspitzes geht das Plateau in einen schmalen ausgesetzten Grat über, der an den schwierigsten Stellen noch mit einem alten Drahtseil gesichert ist. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Erfahrung im Klettern sind hier erforderlich. Der Abstieg erfolgt dann wieder über die Aufstiegsroute zurück zum KGW. Diesem folgt man nun weiter nach Nordosten zum Grünecker See (knapp oberhalb des Weges) und über die Reste der alten Römerstraße Richtung Ankogelseilbahn. Wenige Minuten nach dem kleinen Tauernsee (2313m) kommt man zu einer Abzweigung (2284m), wo man sich links hält (Wegweiser Hannoverhaus). Über das Luggetörl (2380m) kommt man in den weiten Kessel des Schigebietes Ankogel, welchen man durchquert und zur Seilbahnstation und weiter zum hoch gelegenen Hannoverhaus aufsteigt.
3. Tag Hannoverhaus- Ankogel (3250m)- Tal:
Der dritte Tag stellte mit dem Ankogel die Krönung dieser Wanderung dar. Vom Hannoverhaus folgt man dem KGW leicht absteigend nach Osten hin, bis man in 2583m zu einem Wegweiser (Ankogel) gelangt. Von hier führt der Steig im Gletschervorfeld des Lassacherkeeses nach Nordosten. Knapp unterhalb der Radeckscharte (2874m) quert man ein Eis-/ Firnfeld und gelangt in weiterer Folge auf den Westgrat, über welchen man zum Kleinen Ankogel (3090m) aufsteigt. Über einen kurzen ausgesetzten Grat gelangt man in die Ankogel Ostflanke, über welche man dem Steig folgend sehr steil und teils die Hände zu Hilfe nehmend auf den Gipfel gelangt. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sowie alpine Erfahrung sind in diesem Teil unerlässlich. Der Abstieg erfolgt wieder über die Aufstiegsroute bis zum Wegweiser in 2583m Seehöhe. Hier kann man entweder zur Seilbahn zurück wandern und mit dieser ins Tal fahren oder man wendet sich nach links (Osten) und marschiert dem KGW folgend Richtung Großelendscharte (2709m). Über diese Scharte würde man zur Osnabrücker Hütte (2022m) gelangen.
Ich stieg aber zur Schwusnerhütte ins Seebachtal ab und wanderte talaus zur Talstation der Ankogelbahn. Von dort ging es per Autostopp zurück zur Jamnigalm.
Diese Mehrtagestour verläuft fast durchgehend in Höhenlagen über 2300m. Mit 3250m stellt der Ankogel den höchsten Punkt dar. Somit bewegt man sich im Hochgebirge, dementsprechend ist auch die Ausrüstung zu wählen, denn selbst nach einer Hitzewelle wie jener im Juli 2007 kann die Temperatur nur wenige Tage später schon wieder unter dem Gefrierpunkt liegen und es zu Schneefällen kommen.
Weiters zählen gute Kondition sowie Trittsicherheit und Schwindelfreiheit zu den Grundvoraussetzungen für die erfolgreiche Absolvierung dieser Tour.
Bilder vom 2. Tag:
Hagener Hütte- Gamskarlspitz- Hannoverhaus
Bilder vom 3. Tag:
Hannoverhaus- Ankogel- Mallnitz